22:38 22 August 2017
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    Höchststrafe für norwegischen Massenmörder: Breivik nennt Urteil nicht legitim

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    Gerichtsprozess gegen Anders Breivik (11)
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    Anders Breivik, der am Freitag in Norwegen wegen Terrorismus und der Ermordung von 77 Menschen zur Höchststrafe von 21 Jahren Haft verurteilt worden ist, hält das Urteil für nicht legitim, will jedoch keine Berufung einlegen.

    Anders Breivik, der am Freitag in Norwegen wegen Terrorismus und der Ermordung von 77 Menschen zur Höchststrafe von 21 Jahren Haft verurteilt worden ist, hält das Urteil für nicht legitim, will jedoch keine Berufung einlegen.
     
    „Ich kann das Urteil nicht akzeptieren. Das Urteil ist meiner Meinung nach nicht legitim“, sagte der 33-Jährige. Weil er auch das Gericht für nicht legitim halte, wolle er den Gerichtsspruch nicht anfechten. „Ich erkenne das Gericht nicht an, denn es hat sein Mandat von politischen Parteien bekommen, die die Idee des Multikulturalismus unterstützen.“

    Breivik hatte am 22. Juli 2011 im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt einen Sprengstoffanschlag verübt, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen, und anschließend im Jugendlanger der norwegischen Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Menschen erschossen.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Breivik soll seine Freiheitsstrafe im Gefängnis Ila bei Oslo abbüßen, wo er bereits mehr als ein Jahr seit seiner Festnahme verbracht hatte. In der Haftanstalt sollen besondere Bedingungen für den Aufenthalt des gefährlichen Verbrechers geschaffen werden. Die Haftzeit für Breivik kann verlängert werden, falls das Gericht ihn für sozial gefährlich befindet.

    Die Angehörigen der Opfer gaben sich mit dem Urteil für Breivik zufrieden. Auch die Staatsanwaltschaft kündigte an, keinen Protest einzulegen.

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