22:28 25 September 2017
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    Alexander Lukaschenko

    Russische Oligarchen wollten Lukaschenko bei Verkauf von Belaruskali mit fünf Milliarden Dollar bestechen

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    Vertreter großer russischer Unternehmen haben Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko beim geplanten Verkauf des Chemiekonzerns Belaruskali mit fünf Milliarden US-Dollar bestechen wollen.

    Vertreter großer russischer Unternehmen haben Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko beim geplanten Verkauf des Chemiekonzerns Belaruskali mit fünf Milliarden US-Dollar bestechen wollen.

    "Sie schlugen mir vor, Belaruskali für 15 Milliarden Dollar deutlich unter dem Marktpreis zu verkaufen. Zehn Milliarden waren für den Fiskus und die restlichen fünf Milliarden für mich bestimmt", sagte Lukaschenko am Dienstag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Minsk. Das Angebot von "Moskauer Oligarchen" sei von seinem Freund übermittelt worden.

    "Ich habe dem Freund gesagt: 'Mischa, weißt du, was mit Leuten passiert, die derartige Vorschläge unterbreiten?' 'Legen Sie mir die Handschellen an', sagte er." Lukaschenko tat das nicht, warnte den Freund allerdings davor, künftig solche Vorschläge zu machen.

    Die weißrussischen Behörden hatten 2011 die Absicht bekundet, einen Teil großer Betriebe, darunter Belaruskali, zu privatisieren. Das Unternehmen kostet nach weißrussischen Schätzungen bis zu 32 Milliarden Dollar. Der russische Geschäftsmann usbekischer Abstammung Sulejman Kerimow - Großaktionär beim russischen Konkurrenten Uralkali - bekundete Interesse an der Übernahme. Auch indische und chinesische Unternehmen zeigten sich interessiert. Bislang konnten sich die Seiten nicht auf den Preis einigen.

    Belaruskali ist einer der weltgrößten Produzenten und Lieferanten von Kalisalzen.

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