07:59 26 April 2017
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    Angeblich Sprengstoff an abgestürztem Kaczynski-Jet entdeckt

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    Polnische Präsidentenmaschine bei Smolensk abgestürzt (169)
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    An den Wrackteilen des polnischen Präsidentenflugzeugs Tu-154, das im April 2010 in Russland abgestürzt war, sind nach Angaben der polnischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“ Spuren von Sprengstoff gefunden worden.

    An den Wrackteilen des polnischen Präsidentenflugzeugs Tu-154, das im April 2010 in Russland abgestürzt war, sind nach Angaben der polnischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“ Spuren von Sprengstoff gefunden worden.

    Spuren von TNT und Nitroglyzerin seien sowohl an den Flügeln als auch im Fluggastraum entdeckt worden, schreibt das Blatt. Die polnische Militär-Staatsanwaltschaft kündigte an, noch am Dienstag eine Erklärung dazu abzugeben.

    Eine Tu-154 mit Präsident Lech Kaczynski und einer offiziellen polnischen Delegation an Bord war am 10. April 2010 unweit der russischen Stadt Smolensk abgestürzt. Beim Landeanflug hatte die Maschine bei schlechter Sicht wegen Nebel Baumkronen gestreift. Niemand von den 96 Insassen überlebte den Absturz. Gleich nach dem Absturz waren polnische und russische Ermittler zu dem Schluss gekommen, dass der Absturz nicht durch einen Sprengstoffanschlag verursacht wurde.

    Nach monatelangen Untersuchungen veröffentlichte die GUS-Luftfahrtbehörde MAK ihren Bericht zu dem Flugzeugunglück. Darin wird der polnischen Seite, vor allem den Piloten, die ganze Schuld an der Katastrophe gegeben. So soll Polens Luftwaffenchef Andrzej Blasik mit 0,6 Promille Alkohol im Blut die Piloten trotz wiederholter Warnungen der russischen Fluglotsen zur Landung gezwungen haben.

    Später veröffentlichte eine Ermittlungskommission der polnischen Regierung ihren Bericht über die Ursachen der Katastrophe. Daraus geht unter anderem hervor, dass am Steuer der Präsidentenmaschine unerfahrene Piloten gesessen hatten, die das TAWS-Warnsystem ignorierten.

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