15:49 16 Dezember 2017
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    „Kommersant“: Moskauer Touristenmeile Arbat bald rauchfreie Zone?

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    Der alte Arbat in Moskau, die erste Fußgängerzone der Sowjetunion, soll zur ersten rauchfreien Straße Russlands werden. Abgeordnete des Stadtparlaments plädieren für ein totales Rauchverbot für Fußgänger, die durch die beliebte Altstadtstraße flanieren, berichtet der „Kommersant“ am Montag.

    Der alte Arbat in Moskau, die erste Fußgängerzone der Sowjetunion, soll zur ersten rauchfreien Straße Russlands werden. Abgeordnete des Stadtparlaments plädieren für ein totales Rauchverbot für Fußgänger, die durch die beliebte Altstadtstraße flanieren, berichtet der „Kommersant“ am Montag.

    Wie Jewgeni Babenko, einer der Befürworter der Anti-Tabak-Initiative, zum „Kommersant“ sagte, soll die Idee demnächst auf einer Munizipalversammlung behandelt werden. Er selbst äußerte jedoch Zweifel an den Chancen der Initiative, ins Gesetzbuch aufgenommen zu werden. „Die Straße“ sei dafür wahrscheinlich zu sehr „gesellschaftliches Servitut“, hieß es. Da „ein gesunder Lebenswandel“ das einzige sei, „das uns geblieben ist“ und im Kampf mit dem Laster Unsummen „liederlich verschwendet werden“, hofft der Stadtpolitiker dennoch auf einen Erfolg durch Überzeugungsarbeit „mit Plakaten und Gesprächen“. „Wir schreiben einfach, dass wir, die Anrainer des Arbat, die Straße rauchfrei sehen wollen und den Leuten zeigen, dass man nicht so liederlich mit seiner Gesundheit umgehen darf“.

    Laut der Zeitung unterstützen die Präfektur des Zentralen Administrationsbezirks und die gesellschaftliche Kammer den Vorschlag. Die Entscheidung liegt nun  beim Bürgermeisteramt.

    Derzeit gelten totale Rauchverbote nur auf einigen Straßen Japans. In der britischen Kleinstadt Stony Stratford wird diskutiert, den blauen Dunst gleich von allen Straßen zu verbannen. Eine Vereinbarung mit den Einwohnern konnte freilich noch nicht erzielt werden. Die Raucherinnen und Raucher kritisieren die übermäßig hohen Strafen. 

    Das russische Gesundheitsministerium hat der Regierung am 31. August eine umfassende Anti-Raucher-Initiative vorgelegt. Premier Dmitri Medwedew hatte in diesem Zusammenhang geäußert, der Gesetzesentwurf diene dem Schutz derer, die zum Passivrauchen gezwungen würden. Den Raucherinnen und Rauchern, hieß es, bleibe weiter gestattet, dort zu qualmen, wo der Rauch der Gesundheit anderer Menschen nicht schadet - auf der Straße.

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