08:46 17 Dezember 2017
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    Fall Pussy Riot: Punk-Sängerinnen erhalten neue Anwältin

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    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
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    Die Anwältin Irina Chrunowa übernimmt die Verteidigung der beiden Sängerinnen der Punkband Pussy Riot Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina, die zu je zwei Jahren Haft wegen „Rowdytum aus religiös motiviertem Hass“ in der Hauptkirche Moskaus verurteilt wurden. Das erfuhr die Russische Agentur für rechtliche und gerichtliche Informationen (RAPSI) am Montag von der Anwältin.

    Die Anwältin Irina Chrunowa übernimmt die Verteidigung der beiden Sängerinnen der Punkband Pussy Riot Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina, die zu je zwei Jahren Haft wegen „Rowdytum aus religiös motiviertem Hass“ in der Hauptkirche Moskaus verurteilt wurden. Das erfuhr die Russische Agentur für rechtliche und gerichtliche Informationen (RAPSI) am Montag von der Anwältin.
     
    Wie der Anwalt Mark Fejgin zuvor mitgeteilt hatte, hatten die Anwälte Violetta Wolkowa und Nikolai Polosow den Vertrag mit den beiden Punk-Sängerinnen gekündigt. 
     
    Chrunowa vertrat die Interessen von Jekaterina Samuzewitsch, der dritten Verurteilten im Fall Pussy Riot, zu dem Zeitpunkt, als das Gericht die Berufung gegen das zweijährige Haft-Urteil für die Punk-Sängerinnen prüfte.
     
    Chrunowa will nach eigenen Worten im Namen der drei Musikerinnen Berufung beim Europäischen Menschenrechtsgericht einlegen und bereitet derzeit ein diesbezügliches Dokument vor. Sie habe vor einer Woche entsprechende Handlungsvollmachten von ihren Mandantinnen erhalten, so die Anwältin. Ihr zufolge wird das Rechtsmittel in englischer Sprache verfasst und soll höchstwahrscheinlich nach der Jahreswende erörtert werden.
     
    Fünf Punkerinnen mit Sturmmasken hatten Ende Februar 2012 in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale den Altar betreten und ein „Punk-Gebet“ gehalten. Die im Internet veröffentlichte Videoaufnahme der Performance löste großes Aufsehen bei den Medien und in der Gesellschaft aus. Das Chamowniki-Bezirksgericht Moskaus verurteilte die drei Sängerinnen zu je zwei Jahren Straflager. Das Moskauer Stadtgericht milderte im Oktober das Urteil gegen Samuzewitsch auf zwei Jahre Bewährung.

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