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    Rätselhafter Tod Perepelitschnys in Großbritannien: Erneute Obduktion ergebnislos

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    Fall Magnitski - Tod in Untersuchungshaft (80)
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    Die britischen Ermittler rätseln über die Todesumstände von Alexander Perepelitschny, der als wichtigster Zeuge im sogenannten Magnitski-Fall galt. Eine erneute Obduktion der Leiche hat keinen Aufschluss gegeben, berichtet „Independent“.

    Die britischen Ermittler rätseln über die Todesumstände von Alexander Perepelitschny, der als wichtigster Zeuge im sogenannten Magnitski-Fall galt. Eine erneute Obduktion der Leiche hat keinen Aufschluss gegeben, berichtet „Independent“. 

    Der Russe war in der vergangenen Woche in seiner Luxusvilla in Weybridge tot aufgefunden worden. Gestorben war der 44-Jährige bereits am 10. November. Eine erste Obduktion hatte ergeben, dass der Mann völlig gesund war. Die Todesursache konnte nicht herausgefunden werden.

    Nach den Berichten, dass Perepelitschny die Schweizer Justiz über vermutlichen Steuerbetrug durch russische Amtspersonen informierte, wurde die Major Crimes Unit (MCU) mit den Ermittlungen beauftragt. Nach Angaben der „Independent“ wurde Perepelitschnys Leiche erneut obduziert. Aber auch die zweite Obduktion hat keine Hinweise auf die Todesursache geliefert.

    Weil Perepelitschny als gesund galt, vermuten die Ermittler eine Vergiftung. Es wurde eine toxikologische Untersuchung angesagt, das Ergebnis soll aber erst in einigen Monaten bekannt werden.

    Laut Medien hatte Perepelitschny vor drei Jahren politisches Asyl in Großbritannien beantragt. Ob seinem Antrag entsprochen wurde, ist unbekannt. Britische Medien bezeichnen Perepelitschny als den wichtigsten Zeugen im Fall Sergej Magnitski. Die russischen Behörden bestreiten das.

    Magnitski, Anwalt des Investmenthauses Hermitage Capital, war in Russland wegen des Verdachts festgenommen worden, Unternehmenssteuern hinterzogen zu haben. Vor seinem Tod am 16. November 2009 hatte der 37-Jährige über Schmerzen geklagt, jedoch sollen die Aufseher und Ärzte des Moskauer Untersuchungsgefängnisses, in dem sich Magnitski befand, nicht reagiert haben. Sein Tod löste ein starkes internationales Echo aus.

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