14:50 26 September 2017
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    „Iswestija“: Freude der Russen über neuen Landsmann Depardieu hält sich in Grenzen

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    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM haben nur neun Prozent der Russen bei der Nachricht über den russischen Pass für Gérard Depardieu „Stolz auf das Heimatland“ empfunden, berichtet die Zeitung „Iswestija“ am Freitag.

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM haben nur neun Prozent der Russen bei der Nachricht über den russischen Pass für Gérard Depardieu „Stolz auf das Heimatland“ empfunden, berichtet die Zeitung „Iswestija“ am Freitag.

    35 Prozent nahmen diese Nachricht gleichgültig auf, weitere 22 Prozent waren verwundert und elf Prozent empört.

    Auf die Frage, warum der französische Filmstar Russlands Bürger werden wollte, antworteten 42 Prozent: „Um hohen Steuern zu entkommen“. 24 Prozent konnten keine Antwort geben. Zehn Prozent wählten die Variante: „Aus Liebe zu Russland“.

    Die Meinungen darüber, ob dies eine richtige Entscheidung von Wladimir Putin war, gehen auseinander: Für 47 Prozent war dieser Beschluss „zweifellos“ bzw. „eher“ richtig, für 39 Prozent „zweifellos“ bzw. „eher“ falsch.

    Nur fünf Prozent der Befragten sind sicher, dass der französische Schauspieler in seiner neuen Heimat leben wird. Der überwiegende Teil (43 Prozent) ist überzeugt, dass Depardieu nicht in Russland leben wird und das auch nicht will. 26 Prozent vertreten den Standpunkt, Depardieu werde abwechselnd in Russland und in anderen Ländern leben. 21 Prozent sind der Meinung, dass er sich nur kurze Zeit in Russland aufhalten und später in ein anderes Land umziehen will.

    Ganz wenige glauben daran, dass er aus Liebe zu Russland die russische Staatsbürgerschaft angenommen hat, so der WZIOM-Leiter Valeri Fjodorow. Die Hauptmotive seien aus der Sicht der Russen die Steuerflucht sowie der Wunsch, sein Geld zu horten, was als nicht altruistisch und illegitim empfunden wird. Die Russen mögen keine Steuerflüchtlinge, so Fjodorow.

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