18:36 20 September 2017
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    Medien: ENI soll algerische Politiker mit 197 Millionen Euro bestochen haben

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    Der italienische Versorger ENI - einer der weltgrößten Energiekonzerne - soll Politiker in Algerien beim Abschluss von Verträgen in dem afrikanischen Land mit rund 197 Millionen Euro bestochen haben.

    Der italienische Versorger ENI - einer der weltgrößten Energiekonzerne - soll Politiker in Algerien beim Abschluss von Verträgen in dem afrikanischen Land mit rund 197 Millionen Euro bestochen haben.

    Das berichtete die Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft in Mailand und die italienische Finanzgarde ermitteln derzeit gegen ENI, dessen Chef Paolo Scaroni der Korruption verdächtigt wird. Es geht um einen Vertrag im Wert von elf Milliarden US-Dollar, der an ENI und das Engineeringunternehmen Saipem gegangen war.

    Den Ermittlern zufolge hatten die beiden italienischen Konzerne über eine Firma in Hongkong 197 Millionen Euro auf Konten mehrerer algerischer Politiker überwiesen, damit der Vertrag zustande kommt. Nach Angaben der Zeitung "Corriere della Sera" nahm Scaroni mindestens an einem Treffen persönlich teil, um die Unterzeichnung des Vertrages zu erwirken.

    Derzeit durchsucht die Finanzgarde ENI- und Saipem-Büros sowie Scaronis Wohnung in Mailand. ENI wird bereits nicht zum ersten Mal der internationalen Korruption verdächtigt. Im Mai vergangenen Jahres soll der Konzern beim Abschluss eines Vertrages über die Erschließung des großen Öl- und Gasfeldes Kaschagan in der zentralasiatischen Republik Kasachstan hohe Summen an Bestechungsgeldern gezahlt haben. Allein in der ersten Phase der Erschließung des Feldes überwies ENI nach Angaben der Ermittler mindestens 20 Millionen Euro auf Konten kasachischer Politiker.

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