23:01 22 Oktober 2017
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    Ural-Meteorit verursacht Millionen-Schaden

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    Meteoriteneinschlag im Ural (61)
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    Die Behörden des am Montag von einem großen Meteoriten heimgesuchten Gebietes Tscheljabinsk am Ural haben den durch Explosion und Einschlag des Himmelskörpers verursachten Schaden auf rund eine Milliarde Rubel (knapp 25 Millionen Euro) geschätzt.

    Die Behörden des am Montag von einem großen Meteoriten heimgesuchten Gebietes Tscheljabinsk am Ural haben den durch Explosion und Einschlag des Himmelskörpers verursachten Schaden auf rund eine Milliarde Rubel (knapp 25 Millionen Euro) geschätzt.

    Das teilte Gebietsgouverneur Michail Jurewitsch am Freitagabend, nach einer Inspektion der betroffenen Objekte mit. Durch den Einschlag des Meteoriten wurden auch die Gebiete Tjumen, Kurgan und Swerdlowsk sowie nördliche Territorien des benachbarten Kasachstan betroffen. Aber die meisten Zerstörungen wurden im Gebiet Tscheljabinsk registriert.

    Allein im Verwaltungszentrum Tscheljabinsk müssten Jurewitsch zufolge rund 100 000 Quadratmeter Fensterglas an fast 3000 Gebäuden und im gesamten Gebiet bis zu 200 000 Quadratmeter Fensterglas ersetzt werden. "Fachleute werden die betroffenen Gebäude genauer untersuchen, erst dann wird der endgültige Schaden bekannt sein", sagte der Gouverneur.

    Am Freitagmorgen war ein vermutlich bis zu zehn Tonnen schwerer Meteorit in den dichten Schichten der Atmosphäre über Tscheljabinsk zum Teil verglüht. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 30 Kilometern in der Sekunde brach der Himmelskörper auseinander und explodierte in einer Höhe etwa 40 bis 70 Kilometern. Durch die Wucht der Druckwelle zerbarsten tausende Fenster, Türen wurden eingedrückt. Fast 1200 Einwohner erlitten Glassplitterverletzungen.

    Ein nicht verglühter Teil des Meteoriten schlug in den Tschebarkul-See, 80 Kilometer von Tscheljabinsk ein und riss ein acht Meter breites rundes Loch in das Eis. Ein anderer Meteoritenteil hinterließ unweit des Tschebarkul-Sees einen sechs Meter großen Trichter.

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