01:28 22 August 2018
SNA Radio
    Sergej Iwanow, Chef der Präsidialverwaltung von Russland

    Kremladministrations-Chef fordert Korruptionsbekämpfung ohne Ansehen der Person

    © Sputnik / Mikhail Klimentjew
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 10

    Bei der Bekämpfung der Korruption darf es keine „unantastbaren“ Personen geben und es muss ohne Ansehen der Ämter und Titel gehandelt werden, wie der Chef der Präsidenten-Administration, Sergej Iwanow, am Donnerstag in Moskau in einer Sitzung des Kollegiums des Untersuchungskomitees sagte.

    Bei der Bekämpfung der Korruption darf es keine „unantastbaren“ Personen geben und es muss ohne Ansehen der Ämter und Titel gehandelt werden, wie der Chef der Präsidenten-Administration, Sergej Iwanow, am Donnerstag in Moskau in einer Sitzung des Kollegiums des Untersuchungskomitees sagte.
     
    Ihm zufolge erwartet die Gesellschaft von den Ermittlern „eine höhere Effizienz bei der Bekämpfung der Korruption“. 
     
    Korruption sei eine komplizierte Verbrechensart, so Iwanow. „Es ist mitunter gar nicht einfach, unehrliche Menschen zu überführen und ein verbrecherisches ‚Knäuel’ - von der Absicht bis zur Erfüllung - zu lösen. Deshalb ist hier eine hohe Qualifikation der Ermittler sehr gefragt.“
     
    Laut Iwanow müssen die Ermittler die Qualität ihrer Arbeit erhöhen. Der Administrationschef hält es für unzulässig, dass „Strafverfahren wegen Unaufmerksamkeit und Fahrlässigkeit von Ermittlern zusammenbrechen und offenbar schuldige Personen sich der Verantwortung entziehen“. Dadurch werde das wichtigste Rechtsprinzip - die Unabwendbarkeit der Strafe - verletzt, so Iwanow.
     
    Er betonte, dass jegliche Unzulänglichkeiten während eines Ermittlungsverfahrens dem Ruf nicht nur des Untersuchungskomitees, sondern auch des gesamten Rechtsschutzsystems schaden und das Ansehen des Machtsystems insgesamt negativ beeinflussen würden.
     
    Iwanow teilte auch mit, dass das Untersuchungskomitee im Jahr 2012 gute Ergebnisse in mehreren Bereichen erzielt habe. Es seien unter anderem schwere Verbrechen, darunter mehr als 1500 Morde, aufgeklärt worden, deren Untersuchung früher als aussichtslos gegolten habe.