04:02 18 Dezember 2017
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    AI: Todesstrafe in immer mehr Ländern abgeschafft – Japan, Irak unter „schwarzen Schafen“

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    In immer mehr Staaten werden keine Todesurteile mehr vollstreckt, heißt es im Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Einige Länder haben jedoch die Todesstrafe wiedereingeführt.

    In immer mehr Staaten werden keine Todesurteile mehr vollstreckt, heißt es im Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Einige Länder haben jedoch die Todesstrafe wiedereingeführt.

    „Ungeachtet des traurigen Rollbacks im Jahr 2012 wendet sich die Welt von der Todesstrafe ab. Einige Länder, die zuvor eine gewisse Zeitlang nicht zur Todesstrafe gegriffen hatten, nahmen diese jedoch 2012 wieder auf. Unter diesen Ländern sind Indien, Japan, Pakistan, Gambia und der Irak“, so die Menschenrechtler.

    Amnesty International hebt hervor, dass in einigen Ländern, die auf der Todesstrafe beharren, 2012 nach wie vor ein Moratorium für ihre Anwendung gegolten hatte.

    Im Jahr 2012 wurden 628 Häftlinge hingerichtet, um zwei Menschen mehr als 2011. Es wurden mindestens 1722 neue Todesurteile in 58 Ländern gefällt.

    Zugleich wurden 1923 Menschen in 63 Ländern im Jahr 2011 zum Tode verurteilt.

    Die Statistik schließt dabei China nicht mit ein, wo laut Amnesty International „tausende Menschen hingerichtet wurden, aber die Angaben darüber geheim gehalten werden“.

    Lediglich jedes zehnte Land der Welt halte an der Todesstrafe fest. „Die Spitzenvertreter dieser Länder müssen sich die Frage stellen, warum sie immer noch Menschen hinrichten, während die ganze Welt dies nicht tut“, betont AI.

    Wie die Menschenrechtsorganisation hinweist, sind die USA das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent, das die Todesstrafe anwendet.

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