03:42 14 Juli 2020
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    Interpol wird Moskau nicht bei Fahndung nach Hermitage-Capital-Chef Browder helfen

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    Die Interpol wird Russland bei der Fahndung nach dem von Moskau international gesuchten Chef des britischen Fonds Hermitage Capital, William Browder, nicht helfen.

    Die Interpol wird Russland bei der Fahndung nach dem von Moskau international gesuchten Chef des britischen Fonds Hermitage Capital, William Browder, nicht helfen.

    Das teilte das Generalsekretariat der Interpol am Freitag mit. Die russische Justiz wirft dem Topmanager schweren Betrug in Russland vor.

    "Die Interpol hat vom Nationalen Büro in Moskau einen weiteren Antrag mit der Bitte erhalten, Browders Aufenthaltsort zu ermitteln sowie den Manager zu verhaften und an Russland auszuliefern. Die Beschuldigungen gegen Browder fallen unter den früheren Beschluss (der Interpol) vom Mai 2013… Darauf wurden alle Angaben im Zusammenhang mit diesem Antrag in der Interpol-Datenbank gelöscht, wovon alle Interpol-Mitgliedsländer in Kenntnis gesetzt wurden", hieß es.

    Eine unabhängige Kommission, die die Interpol-Aktivitäten kontrolliert, hatte im Mai 2013 empfohlen, alle Angaben bezüglich des russischen Browder-Antrags in der Interpol-Datenbank zu löschen.

    Anfang Juli dieses Jahres hatte ein russisches Gericht Browder in Abwesenheit zu neun Jahren Haft verurteilt. Dem Manager wurde zur Last gelegt, mehr als 130 Millionen Gazprom-Aktien für mindestens zwei Milliarden Rubel - zu einem deutlich niedrigeren Inlandspreis - gekauft und dem Staat somit einen hohen Schaden zugefügt zu haben. Großbritannien weigert sich, Browder an Russland auszuliefern.

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