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    Fall Browder: Russland rechnet mit Erklärungen zur Interpol-Absage

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    Das russische Innenministerium erwartet nach eigenen Angaben Erläuterungen von der Interpol zu deren Weigerung, nach dem Chef des britischen Investmentfonds Hermitage Capital, Wiliam Browder, zu fahnden, der in Russland des Betrugs beschuldigt wird.

    Das russische Innenministerium erwartet nach eigenen Angaben Erläuterungen von der Interpol zu deren Weigerung, nach dem Chef des britischen Investmentfonds Hermitage Capital, Wiliam Browder, zu fahnden, der in Russland des Betrugs beschuldigt wird.

    Wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte, hatte das russische Interpol-Büro auf Forderung der Generalstaatsanwaltschaft Russlands an das Generalsekretariat dieser Organisation eine Anfrage hinsichtlich der internationalen Fahndung nach dem Hermitage-Capital-Chef gestellt. Das Interpol-Generalsekretariat bestätigte am Freitag seine Ablehnung des Fahndungsantrags.

    „Das russische Innenministerium betrachtet die Interpol weiterhin als eine Organisation, die sich in ihrer Tätigkeit nicht von politischen Entscheidungen und Einschätzungen leiten lässt, sondern nur im Rahmen des Völkerrechts und der eigenen Verfassung handelt“, heißt es in der Mitteilung des Innenministeriums. Die Behörde rechnet damit, in allernächster Zeit eine erschöpfende Erklärung zu der besagten Position  des Generalsekretariats der Interpol zu erhalten.
    Browder war Anfang Juli in Russland zu neun Jahren Haft in Abwesenheit verurteilt worden. Laut Ermittlungsergebnissen hatte der Buchprüfer des Investmentfonds Hermitage Capital, Sergej Magnitski, von Anfang 1997 bis März 2002 ein illegales Schema der Steuerhinterziehung entwickelt und verwirklicht. Außerdem wurde Browder des illegalen Kaufs von Aktien des russischen Gaskonzerns Gazprom beschuldigt.

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