03:43 17 Dezember 2018
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    Papst Franziskus

    Papst Franziskus will nicht über Schwule richten

    © Sputnik / Wladimir Astapkowich
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    Papst Franziskus, das Oberhaupt der katholischen Kirche, hat zum Thema Homosexualität Stellung bezogen, das unter seinem deutschen Vorgänger im Vatikan als moralisches Übel galt.

    Papst Franziskus, das Oberhaupt der katholischen Kirche, hat zum Thema Homosexualität Stellung bezogen, das unter seinem deutschen Vorgänger im Vatikan als moralisches Übel galt. 

    „Wenn jemand homosexuell ist und guten Willens nach Gott sucht, wer bin ich, darüber zu urteilen?“, sagte der 76-jährige Argentinier auf seinem Rückflug von Rio de Janeiro nach Rom zu Journalisten. 

    Dabei gebrauchte Franziskus das auf Italienisch umgangssprachlich gängige  englische Wort „gay“, das seine Vorgänger tunlichst vermieden hatten, berichtet die „New York Times“ am Dienstag. 

    Der Vorgänger des Kirchenoberhaupts, Benedikt XVI., hatte in einem Kirchendokument Männern mit homosexuellen Neigungen angeraten, vom Priesterberuf abzusehen. Franziskus hingegen betonte, dass die Kirchenlehre „eindeutig“ besage, dass „wir diese Menschen nicht ausgrenzen dürfen“, sondern „in die Gesellschaft integrieren“ müssen. 

    Wie der Papst einschränkte, sei es aber Sünde, seinen homosexuellen Neigungen nachzugehen. Diese „Tendenz zu haben“ stellt für Franziskus kein Problem dar, öffentliche Werbung dafür jedoch schon. 

    Auf die „Schwulen-Lobby“ im Vatikan angesprochen hieß es, eine solche Lobby, die es möglicherweise gebe, sei wie jede andere Lobby abzulehnen.

    Auch das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche hatte sich Ende Juli zum Thema Homosexualität geäußert. Die Legalisierung von Homo-Ehen in zahlreichen Ländern sei ein Vorbote der Apokalypse, so der russische Patriarch Kyrill.

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