09:00 16 Dezember 2018
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    Bloodhound Gang und die Russland-Flagge: „Eklig, aber nicht strafbar“ – US-Botschafter

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    Die Schändung der russischen Nationalflagge durch ein Mitglied der US-Rockband Bloodhound Gang ist laut dem US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, zwar abscheulich, aber durch die erste Redefreiheits-Klausel zur US-Verfassung gegen strafrechtliche Verfolgung geschützt.

    Die Schändung der russischen Nationalflagge durch ein Mitglied der US-Rockband Bloodhound Gang ist laut dem US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, zwar abscheulich, aber durch die erste Redefreiheits-Klausel zur US-Verfassung gegen strafrechtliche Verfolgung geschützt.

    Der Bassist der US-amerikanischen Rock-Band, Jared Hasselhoff, hatte sich bei einem Konzert in Odessa (Ukraine) die russische Flagge durch die Hose gezogen. Russland verweigerte daraufhin der Band die Teilnahme am Festival Kubana an der russischen Schwarzmeerküste, bei dem sie als Headliner auftreten sollte. Die Rock-Musiker mussten Russland verlassen. Das Ermittlungskomitee Russlands untersucht derzeit den Fall. Die Entweihung der Fahnen wird in Russland strafrechtlich – mit bis zu einem Jahr Haft – geahndet. 

    Der Diplomat verwies darauf, dass während verschiedener Protestaktionen in den USA die amerikanische Nationalflagge in Brand gesteckt bzw. zerrissen werde, was keine Strafe nach sich ziehe. Solche Handlungen würden als Ausdrucksform der Redefreiheit und der freien Meinungsäußerung gelten, die durch die erste Verfassungs-Klausel geschützt seien, so McFaul. „Selbstverständlich ist eine solche Meinungsäußerung in den USA geschützt und jede Kritik an dieser Tat meinerseits wäre auf gleiche Weise geschützt“, so McFaul.

    Wie der US-Diplomat am Sonntag geäußert hatte, findet er die Tat des Musikers geschmacklos und kritisiert zugleich den Gewaltakt gegen die Bloodhound Gang. Laut Medienberichten vom Samstag war die Rock-Band im Wartesaal am Flughafen von Anapa (am Schwarzen Meer) von Unbekannten angegriffen worden. Die Polizei griff ein, nahm jedoch niemanden fest.

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