07:47 14 November 2018
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    Nach Bohrinselangriff: Russische Küstenwache schleppt Greenpeace-Schiff nach Murmansk

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    Ermittlungen gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland (68)
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    Das Schiff „Arctic Sunrise“ der Umweltorganisation Greenpeace, das am Donnerstag bei einem Angriffsversuch auf eine Ölbohrinsel in der Barentssee vom russischen Küstenschutz gestellt wurde, wird nach Murmansk abgeschleppt.

    Das Schiff „Arctic Sunrise“ der Umweltorganisation Greenpeace, das am Donnerstag bei einem Angriffsversuch auf eine Ölbohrinsel in der Barentssee vom russischen Küstenschutz gestellt wurde, wird nach Murmansk abgeschleppt.

    Wie RIA Novosti aus dem Grenzschutz erfuhr, hatte sich der Kapitän geweigert, das Schiff weiter zu lenken, weshalb die „Arctic Sunrise“ ins Schlepptau genommen werden musste. Das Greenpeace-Schiff werde innerhalb von drei bis vier Tagen für Ermittlungen nach Murmansk gebracht.

    Am Mittwochabend hatten Greenpeace-Aktivisten versucht, die Bohrinsel „Priraslomnaja“ in der Petschora See, einem Randmeer der arktischen Barentssee, zu erklimmen, um die Förderarbeiten zu stören. Das Personal der Bohrinsel löste Terroralarm aus.

    Nach Angaben des Küstenschutzes erreichten die Aktivisten mit fünf Schnellbooten die Bohrinsel. Auf einem der Boote habe sich ein „nicht identifizierter und wie eine Bombe aussehender Gegenstand“ befunden. Weil die „Arctic Sunrise“ nicht auf Warnschüsse reagierte, musste das Schiff aufgebracht werden. Zwei mit Bergsteigerausrüstung, darunter mit Seilen und Haken, ausgestattete „Alpinisten“ wurden festgenommen. Es handelt sich laut Greenpeace um die Finnin Sini Saarela und den Schweizer Marco Polo.

    Bereits im August 2012 hatten sechs Greenpeace-„Alpinisten“ für 15 Stunden „Priraslomnaja“ besetzt. Die Bohrinsel wird vom russischen Staatsunternehmen Gazprom Neft Schelf betrieben.

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