14:06 23 Oktober 2018
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    Kremlfunktionär vergleicht Greenpeace-Aktivisten mit somalischen Piraten

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    Ermittlungen gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland (68)
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    Russlands Präsidialamtschef Sergej Iwanow hat die in der Petschorasee festgenommenen Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace mit somalischen Piraten verglichen.

    Russlands Präsidialamtschef Sergej Iwanow hat die in der Petschorasee festgenommenen Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace mit somalischen Piraten verglichen.

    „Sie hatten ihre Hakenstöcke nicht schlechter gehandhabt als somalische Seeräuber“, sagte Iwanow am Samstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm, wo er an einer Konferenz des Internationalen Instituts für strategische Studien (IISS) teilgenommen hatte. Er warf den Umweltschützern vor, bei ihrem Protest gegen die geplanten Ölbohrungen im Nordpolarmeer „zu radikal“ vorgegangen zu sein. Die Umweltschützer hätten gleichzeitig mehrere russische und völkerrechtliche Gesetze verletzt. „Viele in Russland glauben, dies sei Piraterie und zwar a la somalisch“, sagte Iwanow.

    In der Nacht zum Mittwoch hatte die Wache der Bohrinsel „Priraslomnaja“ in der Petschorasee Alarm geschlagen, nachdem vom Greenpeace-Eisbrecher „Arctic Sunrise“ fünf Boote in Richtung Bohrinsel ausgesetzt wurden. Man vermutete zuerst eine Terrorattacke.

    Einige Aktivisten versuchten, die Bohrinsel zu besetzen. Russische Grenzer mussten Warnfeuer eröffnen, um die „Arctic Sunrise“ zu stoppen. Der Kapitän ignorierte alle Warnungen. Am Donnerstag seilten sich russische Spezialkräfte von einem Hubschrauber an Bord des Eisbrechers ab und enterten das Schiff. Am Freitag wurde die Crew von der russischen Grenzwache gezwungen, zu Ermittlungen nach Murmansk zu fahren.

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