21:24 20 August 2017
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    Nach Greenpeace-Einsatz: Argentinien will seine Öko-Aktivisten aus russischer U-Haft retten

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    Ermittlungen gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland (68)
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    Argentinien hat die russischen Behörden ersucht, die argentinischen Greenpeace-Aktivisten, die in Murmansk in Untersuchungshaft sitzen, in den Hausarrest zu entlassen, berichtet das Internetportal Infobae am Mittwoch unter Berufung auf den argentinischen Außenminister Hector Timerman.

    Argentinien hat die russischen Behörden ersucht, die argentinischen Greenpeace-Aktivisten, die in Murmansk in Untersuchungshaft sitzen, in den Hausarrest zu entlassen, berichtet das Internetportal Infobae am Mittwoch unter Berufung auf den argentinischen Außenminister Hector Timerman.

    Ihm zufolge soll das Außenministerium Argentiniens Russland diesbezügliche „schriftliche Staatsgarantien“ geben. Der argentinische Botschafter in Russland sei bereit, die Verantwortung für die Einhaltung des Hausarrestes durch die Umweltschützer zu übernehmen, so Timerman.

    Die argentinischen Behörden „stehen vom ersten Tag an in Kontakt zu den Familien der Festgenommenen“, so der Außenminister. Er fügte hinzu, dass Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner über die Situation auf dem Laufenden sei und verfügt habe, einen argentinischen Diplomaten in den Hafen von Murmansk  zu schicken. Mit dem Fall befasse sich auch ein argentinischer Anwalt, der den rechtlichen Schutz der inhaftierten Argentinier kontrolliere, so der Minister. 

    „Es ist die Pflicht unseres Landes, diesen Leuten, die in eine schwierige Situation geraten sind, zu Hilfe zu kommen. (…) Wir tun das Gleiche auch für Argentinier in anderen Ländern, etwa in Japan, Syrien oder Ägypten“, sagte der Minister.

    Greenpeace-Aktivisten hatten am 18. September in der Petschorasee (einem Randmeer der Barentssee) aus Protest gegen die Ölbohrungen in der ökologisch sensiblen Arktis versucht, die Bohrinsel „Priraslomnaja“ der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft zu besteigen. Am nächsten Tag enterten russische Grenzer den Eisbrecher "Arctic Sunrise" mit den Umweltschützern an Bord. Das Schiff wurde in den Hafen von Murmansk abgeschleppt.  Die Greenpeace-Aktivisten befinden sich seitdem in einem Untersuchungsgefängnis der nordrussischen Stadt. 

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