15:44 21 August 2017
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    Russischer Umweltminister verteidigt Vorgehen der Behörden gegen Greenpeace

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    Ermittlungen gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland (68)
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    Russlands Umweltminister Sergej Donskoi hat das Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte gegen Greenpeace-Aktivisten in der Petschorasee als „adäquat“ verteidigt.

    Russlands Umweltminister Sergej Donskoi hat das Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte gegen Greenpeace-Aktivisten in der Petschorasee als „adäquat“ verteidigt.

    „Derartige Aktionen können ernsthafte technologische und ökologische Folgen nach sich ziehen“, sagte Donskoi am Mittwoch vor der Presse in Iljinka bei Astrachan im Süden Russlands. Das Gericht werde dann über das Strafmaß entscheiden. Solche Aktionen hätten populistischen Charakter. „Sie können nicht nur ingenieurstechnische Objekte und die Infrastruktur von Unterwasser-Lagerstätten beschädigen, sondern auch Menschen gefährden, die auf der Bohrinsel tätig sind“, sagte der Minister.

    Greenpeace-Aktivisten hatten am 18. September in der Petschorasee versucht, die Bohrinsel „Priraslomnaja“ der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft zu erstürmen und so gegen die geplante Ölförderung in der ökologisch sensiblen Arktis zu protestieren. Am nächsten Tag seilten sich russische Grenzer an Bord des Eisbrechers ab. Der Kapitän weigerte sich, das Schiff zu steuern, worauf es in den Hafen von Murmansk geschleppt wurde.

    Nach Angaben der Umweltschützer waren an Bord Vertreter der USA, Frankreichs, Italiens, der Ukraine, Kanadas, Neuseelands, Dänemarks, Argentiniens, der Niederlande, Australiens, Brasiliens, der Türkei, Finnlands, Polens, Schwedens und der Schweiz.

    Am Mittwoch hatte ein Gericht in der Hafenstadt Murmansk gegen fünf der festgenommenen 30 Greenpeace-Aktivisten Anklage wegen Piraterie erhoben. Wie ein Sprecher der Umweltorganisation mitteilte, stammen die Mitglieder aus Brasilien, Großbritannien, Finnland und Schweden. Piraterie kann in Russland mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden.

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