17:09 30 September 2016
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    US-Gericht erklärt lebenden Mann für tot

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    Von wegen Totgesagte leben länger! Ein Mann, der vor Jahren für tot erklärt worden war, bleibt für die Behörden des US-Bundesstaats Ohio gestorben, obwohl er höchst lebendig bei seiner Gerichtsverhandlung erschien.

    Von wegen Totgesagte leben länger! Ein Mann, der vor Jahren für tot erklärt worden war, bleibt für die Behörden des US-Bundesstaats Ohio gestorben, obwohl er höchst lebendig bei seiner Gerichtsverhandlung erschien.  

    Nachdem Donald Miller im Jahr 1986 seinen Job verlor, fehlte von ihm plötzlich jede Spur. Der Mann ließ seine Frau mit zwei Kindern und einem Haufen unbeglichener Unterhaltszahlungen zurück. Wie CNN weiter berichtet, wurde Miller 1994 per Gerichtsbescheid für verstorben erklärt. 

    „Ca. im Jahr 2005“ war der Vermisste nach eigenen Angaben in seinen Heimatstaat zurückgekehrt – ohne zu ahnen, dass er mittlerweile als verstorben gemeldet war. Als er erneut um seine Sozialversicherung ansuchte, wurde er mit der Begründung abgewiesen, dass er offiziell nicht mehr am Leben sei. Deswegen habe er sich an ein Gericht wenden müssen, so der Mann am Montag während seiner Verhandlung. 

    Millers Anwalt James Hammer erklärte in einem TV-Interview, eine Todesmeldung könne in Ohio nur drei Jahre lang angefochten werden. Die Weigerung, Miller als lebendig anzuerkennen kommt dem Juristen zufolge der Ex-Frau des vermeintlichen Toten zugute: Bei einer anderslautenden Gerichtsentscheidung hätte sie unter Umständen alle staatlichen Leistungen zurückzahlen müssen, die ihr nach dem „Tod“ des Mannes zum Unterhalt der Kinder gewährt worden waren.

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