13:12 04 Dezember 2016
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    AKW Fukushima unter Wasser: Strahlenbelastung um das 71-Fache überschritten

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    Durch die starken Regenfälle sin dim AKW Fukushima 1 knapp ein Dutzend Auffangbecken übergelaufen. Das entwichene radioaktive Wasser mit einer Strontium-90-Konzentration von bis zu 710 Bq/l könnte in den Ozean gelangt sein, so der AKW-Betreiber Tepco am Montag.

    Durch die starken Regenfälle sin dim AKW Fukushima 1 knapp ein Dutzend Auffangbecken übergelaufen. Das entwichene radioaktive Wasser mit einer Strontium-90-Konzentration von bis zu 710 Bq/l könnte in den Ozean gelangt sein, so der AKW-Betreiber Tepco am Montag. 

    Wegen der starken Regenfälle ist das Wasser an elf Stellen über den Rand der Zisterne gelaufen. An sechs der Austrittsstellen wurde erhöhte Strahlung gemessen, hieß es. 
    An einer Stelle wurde eine um das 71-Fache erhöhte Konzentration an Strontium 90 gemessen. An mehreren Wassertanks wurden die Grenzwerte für Cäsium 134 und Cäsium 137 geringfügig überschritten. Tepco schließt dabei nicht aus, dass verseuchtes Wasser über die Drainage-Kanäle ins Meer gelangt ist.

    Im August war im AKW Fukushima 1 der massivste Austritt von radioaktivem Wasser seit der Katastrophe im März 2011 registriert worden. 300 Tonnen verstrahlten Wassers (mit einer Strontium-Konzentration von etwa 80 Millionen Becquerel pro Liter) war aus einer Löschwasser-Zisterne ausgetreten. 

    Das Komitee zur Kontrolle über die Atomkraft hatte das Leck auf Gefahrenstufe 3 auf der INES-Skala eingeordnet. 

    Das Problem des radioaktiv verseuchten Wassers bleibt in Fukushima 1 aktuell. In den unterirdischen Räumlichkeiten des Kraftwerks und den Zisternen haben sich rund 440 000 Tonnen kontaminiertes Wasser angesammelt. Laut Experten kommen weitere 15 000 Tonnen im technischen Tunnel des AKW hinzu. Täglich steigt die Menge des radioaktiven Wassers aufgrund des steigenden Grundwasserspiegels um weitere 400 Tonnen. 

    Am 11. März 2011 hatte eine Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima 1 schwere Schäden angerichtet. In den Blöcken 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 40 Jahre dauern.

    Japan, das keine eigenen Energieträger-Vorräte besitzt, hatte in den 1970er Jahren entschieden, der Entwicklung der Aromenergetik den Vorrang zu geben. Nach der Nuklearkatastrophe im AKW Fukuschima 1 wurden diese Pläne revidiert. Derzeit sind nur zwei der insgesamt 50 Atommeiler des Landes im Einsatz.

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