23:44 21 August 2017
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    US-Geheimdienstchef bestreitet Informationen über NSA-Lauschangriffe in Frankreich

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    US-Abhörskandal (486)
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    Die von der französischen Zeitung „Le Monde“ veröffentlichten Berichte über das Abhören von Telefongesprächen in Frankreich durch die US-Geheimdienste sind „falsch und irreführend“, meldet AFP am Mittwoch unter Berufung auf den US-Geheimdienstdirektor James Clapper.

    Die von der französischen Zeitung „Le Monde“ veröffentlichten Berichte über das Abhören von Telefongesprächen in Frankreich durch die US-Geheimdienste sind „falsch und irreführend“, meldet AFP am Mittwoch unter Berufung auf den US-Geheimdienstdirektor James Clapper.

    „Le Monde“ hatte am Montag unter Berufung auf Dokumente des flüchtigen US-Geheimdienstlers Edward Snowden berichtet, dass die NSA vom 10. Dezember 2012 bis 8. Januar dieses Jahres 70,3 Millionen Telefonverbindungen in Frankreich überwacht hatte.

    „Die Information, dass der Geheimdienst NSA mehr als 70 Millionen Telefonate französischer Bürger abgehört hat, ist falsch“, zitiert AFP Clapper. Der Geheimdienstchef verdeutlichte nicht, welche der veröffentlichten Angaben falsch sein sollen. 

    Das französische Außenministerium hat auf die Enthüllungen mit Empörung reagiert und US-Botschafter Charles Rivkin einbestellt. Der französische Premier Jean-Marc Ayrault forderte von den USA, die Gründe für derartige Kontrollmethoden deutlich zu erklären.

    Der französische Staatschef Francois Hollande hat sich am Montag in einem Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama zu den  Medienberichten über die Überwachung französischer Bürger durch die NSA geäußert.

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