09:28 16 Dezember 2018
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    Titos Witwe Jovanka Broz feierlich beigesetzt

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    Jovanka Broz, die Witwe des einstigen Chefs der Sozialistischen Partei Jugoslawiens, Josip Broz Tito, ist am Samstag neben ihrem Gatten im Tito-Mausoleum („Blumenhaus“) auf dem Gelände des Museums der Geschichte Jugoslawiens in Belgrad mit militärischen Ehren beigesetzt worden.

    Jovanka Broz, die Witwe des einstigen Chefs der Sozialistischen Partei Jugoslawiens, Josip Broz Tito, ist am Samstag neben ihrem Gatten im Tito-Mausoleum („Blumenhaus“) auf dem Gelände des Museums der Geschichte Jugoslawiens in Belgrad mit militärischen Ehren beigesetzt worden.

    Jovanka Broz, die seit August in einer Belgrader Klinik behandelt worden war, starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren.

    Der Trauerzeremonie wohnten Angehörige der Verstorbenen, Vertreter der Regierung unter Leitung von Premier Ivica Dacic, mehrere hundert Journalisten und tausende von einfachen Bürgern bei.

    Viele von ihnen hielten Bilder des Ehepaars Tito und Fahnen der Sozialistischen Republik Jugoslawien. In der Nähe des Mausoleums wurden Souvenirs verkauft.

    Tito hatte Jovanka Broz, damals seit sechs Jahren seine Sekretärin, 1952 zu seiner dritten offiziellen Ehefrau genommen. Nach dem Ableben von Josip Broz Tito 1980 wurde Jovanka Broz von der Öffentlichkeit isoliert. Nach einem von den damaligen Behörden angenommenen Gesetz wurde ihr das Eigentumsrecht auf ihre Vermögenswerte entzogen, die verstaatlicht wurden. Auch nach der Aufhebung des Gesetzes 1999 konnte Titos Witwe ihr früheres Eigentum nicht mehr auf dem Rechtswege zurückbekommen.

    Erst im Juli 2009 war Jovanka Broz, die fast 30 Jahre lang ohne Personaldokumente gelebt hatte, ein Pass ausgestellt worden.

    Wie Premier Ivica Dacic bei der Zeremonie erklärte, habe Serbien Jovanka Broz unverdienterweise vergessen und muss nun diese „Sünde“ eingestehen, die das Land ihr gegenüber und in Bezug auf die eigene Geschichte begangen hatte.

    Der Abschied von Jovanka Broz sei ein weiterer Abschied von der Epoche Titos, betonte er. Das sei eine Gelegenheit, sich an den antifaschistischen Kampf zu erinnern, den Dacic als „den größten verlorenen Schatz der großen Vergangenheit“ der Völker Jugoslawiens bezeichnete. Der Regierungschef verwies darauf, dass zur Trauerzeremonie kein einziger Regierungsvertreter aus den Republiken Ex-Jugoslawiens, heute unabhängige Staaten, erschienen war.

    Jovanka Broz, die der Premier als „die letzte Ikone des ehemaligen Jugoslawiens“ bezeichnete, war Oberstleutnantin der Jugoslawischen Volksarmee. Sie war mit der Partisanen-Gedenkmedaille ausgezeichnet worden, mit der nur die Teilnehmer der Befreiungsbewegung im Krieg gegen die faschistischen Besatzer und deren Verbündeten geehrt wurden, die sich 1941 der Partisanenbewegung angeschlossen hatten.

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