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    Tag gegen Gewalt an Frauen: 14 000 Russinnen jährlich von Angehörigen getötet

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    Rund 14 000 Frauen werden laut dem russischen Innenministerium jährlich von ihren Ehemännern oder anderen nahen Verwandten umgebracht. Das geht aus Statistiken hervor, die anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November veröffentlicht wurden.

    Rund 14 000 Frauen werden laut dem russischen Innenministerium jährlich von ihren Ehemännern oder anderen nahen Verwandten umgebracht. Das geht aus Statistiken hervor, die anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November veröffentlicht wurden.

    1999 hatte die Uno den 25. November als Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen international etabliert.

    Laut einer gemeinsamen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO),  der Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin und des medizinischen Forschungsrats (MRC), bei der Daten aus über 80 Ländern ausgewertet wurden, sind 30 Prozent der in einer Beziehung lebenden Frauen von physischer oder sexueller Gewalt betroffen. In mehreren Regionen ist diese Kennzahl viel höher. Bei 38 Prozent der ermordeten Frauen war ihr eigener Partner der Täter.

    Von häuslicher Gewalt ist laut Schätzungen des russischen Innenministeriums jede vierte russische Familie betroffen. Einer umfassenden Studie der Moskauer Lomonossow-Universität aus dem Jahr 2003 zufolge haben rund 80 Prozent der Frauen psychische Misshandlungen seitens ihrer Ehemänner erlebt.

    56 Prozent macht die Zahl der Frauen aus, denen Gewalt von ihrem Partner angedroht wurde bzw. die vom Partner misshandelt wurden.

    50 Prozent der befragten Frauen waren physischer Gewalt seitens ihrer Ehemänner ausgesetzt. Rund 41 Prozent der Frauen gaben an, mindestens einmal von ihrem Ehemann geschlagen worden zu sein. 26 Prozent davon sind wiederholt mit Gewalt konfrontiert –drei Prozent prügelt der Partner einmal im Monat bzw. häufiger. 

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