05:55 10 Dezember 2016
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    Studie: Jedes 5. Kind in New York muss hungern

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    In New York leidet jeder sechste erwachsene Einwohner und jedes fünfte Kind an Hunger, heißt es in dem jüngsten Bericht von New York City Coalition Against Hunger (NYCCAH).

    In New York leidet jeder sechste erwachsene Einwohner und jedes fünfte Kind an Hunger, heißt es in dem jüngsten Bericht von New York City Coalition Against Hunger (NYCCAH).

    Nach einer Analyse von Daten aus dem Zeitraum von 2010 bis 1012 kamen die Experten der Hilfsorganisation zu dem Schluss, dass rund 16 Prozent bzw. 1,4 Millionen Menschen, darunter 406 260 Kinder, an Nahrungsmittelmangel leiden.

    Von 2006 bis 2008 hatte die Zahl derjenigen, die sich nicht selbständig ernähren können, 1,2 Millionen betragen.

    21,85 Prozent der Kinder der Metropole (zehn Prozent mehr als vor vier Jahren) leben in Familien, die sie nicht mit vollwertigem Essen im Laufe des gesamten Jahres versorgen können.

    Als das „hungrigste“ Stadtviertel erweist sich nach wie vor Bronx, wo rund die Hälfte der unterernährten Kinder leben. Danach folgt Manhattan.

    Die Zahl der New Yorker, die unter der Armutsgrenze leben, erreichte  im vergangenen Jahr 1,7 Millionen – ein Zuwachs von 100 000 gegenüber 2008.

    Die Suppenküchen der Stadt registrieren in diesem Jahr einen beträchtlichen Zuwachs der Abnehmer. Dies sei sowohl mit den Folgen des Hurrikans Sandy als auch mit der Verringerung der Haushaltsfinanzierung und der Kürzung von Sozialprogrammen verbunden.

    Als Folge mussten unter anderem die Portionen in den Suppenküchen verringert werden. Einem gewissen Teil der bisherigen Abnehmer musste die Lebensmittelhilfe verweigert werden.

    Der Studie liegen offizielle Daten des US-Volkszählungsbüros und Angaben von Wohltätigkeitsorganisation zu Grunde.

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