22:48 18 Februar 2018
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    US-Ausspähtätigkeit: NSA überwachte G20- und G8-Teilnehmer in Kanada

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    Die US-amerikanische Agentur für nationale Sicherheit (NSA) hat Telefongespräche der Teilnehmer des G20-und des G8-Gipfels in Kanada mit Erlaubnis der Regierung dieses Landes abgehört, wie der Fernsehsender CBC News am Donnerstag auf seiner Webseite mitteilt.

    Die US-amerikanische Agentur für nationale Sicherheit (NSA) hat Telefongespräche der Teilnehmer des G20-und des G8-Gipfels in Kanada mit Erlaubnis der Regierung dieses Landes abgehört, wie der Fernsehsender CBC News am Donnerstag auf seiner Webseite mitteilt.

    CBC News nimmt Bezug auf Geheimdokumente, die der ehemalige US-Geheimdienstler Edward Snowden Medien zugespielt hatte. Die NSA habe die Teilnehmer der genannten Gipfeltreffen im Jahr 2010 über die US-Botschaft in Ottawa beschattet, und zwar „in enger Zusammenarbeit mit dem kanadischen Partner“ – dem Zentrum für Kommunikationssicherheit Kanadas.

    Jason MacDonald, Sprecher des kanadischen Premierministers, enthielt sich jeglichen Kommentars zu der CBC-Information. „Wir kommentieren keine Angelegenheiten, die im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit stehen“, zitiert Reuters den Sprecher.

    Wer konkret beschattet wurde, geht aus den von Snowden weitergegebenen Dokumenten nicht hervor. 
    Der Skandal um die NSA-Ausspähtätigkeit war ausgebrochen, als Edward Snowden, früherer Mitarbeiter von Firmen, die mit CIA und NSA zusammengearbeitet hatten, Details zum strenggeheimen Spähprogramm PRISM an Massenmedien weitergegeben hatte. PRISM diente dazu, den Traffic auf den führenden Webseiten wie Google und Facebook zu überwachen.