08:59 18 Juli 2018
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    Moskau lehnt Kurs Estlands auf Vorschubleistung für Neonazis ab

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    Die Beisetzung von Harald Nugiseks – dem letzten der vier estnischen Legionäre der 20. Division der Waffen-SS – hat nach Worten des Menschenrechtsbeauftragten des russischen Außenamtes, Konstantin Dolgow, berechtigte Empörung ausgelöst.

    Die Beisetzung von Harald Nugiseks – dem letzten der vier estnischen Legionäre der 20. Division der Waffen-SS – hat nach Worten des Menschenrechtsbeauftragten des russischen Außenamtes, Konstantin Dolgow, berechtigte Empörung ausgelöst.

    „Moskau ruft Tallinn auf, den Kurs auf Vorschubleistung für Neonazis in Estland zu revidieren“, erklärte Dolgow am Dienstag in Moskau. Dieser Kurs laufe den internationalen Verpflichtungen Estlands im Bereich der Menschenrechte zuwider und unterhöhle sein Ansehen als Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.

    „Die pompöse Zeremonie der Beisetzung eines weiteren ‚Helden des Zweiten Weltkrieges‘, dem alle staatlichen Ehren zuteilwurden, am vergangenen Freitag löst Empörung hervor. (…) Wir bewerten die üppige Beisetzung eines Nazi-Verbrechers durch die estnischen Behörden als einen weiteren Ausdruck der perversen Vision der historischen Realitäten des Zweiten Weltkrieges und der tragischen Folgen der Nazi-Ideologie für das Schicksal ganzer Völker.“ Das Ehrenbegräbnis für den SS-Mann sei eine zutiefst amoralische Verunglimpfung von Millionen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die während des Krieges von den Nazis und ihren Handlangern wie Nugiseks brutal zu Tode gemartert worden seien, betonte Dolgow.

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