00:26 12 Juli 2020
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    Der von den USA per Haftbefehl gesuchte ukrainische Oligarch Dmitri Firtasch wird auf Beschluss eines österreichischen Gerichts möglicherweise an Washington ausgeliefert.

    Der von den USA per Haftbefehl gesuchte ukrainische Oligarch Dmitri Firtasch wird auf Beschluss eines österreichischen Gerichts möglicherweise an Washington ausgeliefert.

    Ein entsprechendes Verfahren sei am Freitag in Wien eröffnet worden, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der am Vortag in Wien festgenommene Oligarch soll gegen eine Kaution von 125 Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt werden. Gegenwärtig sitzt Firtasch unter Hausarrest und wird gleich nach der Überweisung der Kaution entlassen. Ihm wurde ausdrücklich verboten, Österreich zu verlassen. Angaben zur Dauer des Auslieferungsverfahrens wurden nicht gemacht.

    Der 48-Jährige Milliardär galt als wichtigster Unterstützer des entmachteten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und soll auch die jüngsten blutigen Ausschreitungen in Kiew mitfinanziert haben. Der österreichischen Polizei zufolge steht die Festnahme aber nicht mit der Krise in der Ukraine im Zusammenhang. Das FBI ermittele seit 2006 gegen Firtasch. Die US-Justiz legt dem Geschäftsmann unter anderem Bestechung und die Bildung einer kriminellen Gemeinschaft zur Last. Der Unternehmer weist alle Anschuldigungen zurück.

    Firtasch ist Mehrheitseigner des größten ukrainischen Fernsehsenders Inter. Seine Holding Group DF ist in Wien amtlich eingetragen.

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