03:35 29 September 2016
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Italienische Ultrarechte sprechen von Okkupation Europas durch USA „Wir sind mit Putin“

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Sechs ultrarechte Organisationen Italiens haben das Stadtzentrum von Rom im Vorfeld eines Besuchs von US-Präsident Barack Obama mit antiamerikanischen Plakaten „geschmückt“.

Sechs ultrarechte Organisationen Italiens haben das Stadtzentrum von Rom im Vorfeld eines Besuchs von US-Präsident Barack Obama mit antiamerikanischen Plakaten „geschmückt“.

Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent am Mittwoch aus Rom berichtete, hat ein Plakat in den Farben der russischen Trikolore die Aufschrift „Wir sind mit Putin, Obama ist unerwünschter Gast. 27. März 2014“. Vertreter der Ultrarechten erklären, dass Obama ein Symbol des amerikanischen Imperialismus ist, der alle bestraft, die gegen seine militante Position sind.

„Als Antwort auf die Dämonisierung von (Russlands Präsident Wladimir) Putin und anderen russischen Politikern können wir daran erinnern, dass Europa bislang von 110 000 US-Soldaten okkupiert ist und es auf dem Kontinent 170 US-amerikanische Militärstützpunkte gibt. Wir haben kein Mitspracherecht in der Außenpolitik, wenn dies nicht unter dem Diktat der NATO geschieht. Unsere Wirtschaft leidet unter dem US-amerikanischen Wirtschaftsmodell“, wurden die Organisatoren der Aktion vom TV-Sender RAI News 24 zitiert.

Italienischen Medien zufolge ergreifen die Stadtbehörden Maßnahmen, um die Plakate von den Straßen in Rom zu entfernen. Obama hält sich vom 26. bis 28. März zu einem offiziellen Besuch in Italien auf. Für Donnerstag sind seine Treffen mit Präsident Giorgio Napolitano, Regierungschef Matteo Renzi und Papst Franziskus geplant.

Für Obamas Sicherheit werden rund 1000 Polizisten und 50 als Touristen getarnte Sonderagenten sorgen. Der Wohnsitz des Präsidenten wird von Drohnen bewacht. Alle Mobilfunkgespräche werden abgehört. Das Parken im Raum der US-Botschaft in Rom ist verboten. Am Donnerstag werden etwa 50 Straßen in der Hauptstadt für den Verkehr gesperrt. Das Kolosseum wird für Touristen ebenfalls geschlossen, weil für Obama eine Privatführung geplant ist. Die Kommunaldienste des Vatikans haben bereits neuen Asphalt gelegt.

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