17:44 23 September 2018
SNA Radio
    Managua

    Lawrow schließt Einstieg Russlands ins Projekt von Nicaragua-Kanal nicht aus

    © Sputnik / Yuriy Nikolaev
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 101

    Russland wird über seine Beteiligung am Projekt des transatlantischen Kanals auf dem Territorium Nicaraguas nach der Prüfung der Machbarkeitsstudie entscheiden. Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in einem Interview für den TV-Sender Rossija 1 mit.

    Russland wird über seine Beteiligung am Projekt des transatlantischen Kanals auf dem Territorium Nicaraguas nach der Prüfung der Machbarkeitsstudie entscheiden. Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in einem Interview für den TV-Sender Rossija 1 mit.

    „Wir sind über die Sachlage informiert. Derzeit wird die Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellt, die voraussichtlich im Juni vorliegt. Ich hatte bestätigt, dass unsere Unternehmen und Staatsstellen das Dokument prüfen werden. Danach wird entschieden, ob Russland in die Verhandlungen einsteigt, die Konzerne aus einigen Ländern bereits aufgenommen haben“, sagte Lawrow.

    Der transatlantische Kanal in Nicaragua zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik soll durch den Fluss San Juan via Nicaraguasee zur Pazifikküste führen. Im Oktober 2006 kündigte Präsident Enrique Bolanos Geyer einen auf alten Plänen basierenden Bau des Kanals durch sein Land an. Der Kanal soll demnach 280 Kilometer lang und von Schiffen mit einer Wasserverdrängung von bis zu 250 000 Tonnen befahrbar sein. Dagegen ist der Panama-Kanal in seiner derzeitigen Form nur für Schiffe mit einer Wasserverdrängung von bis zu 80 000 Tonnen geeignet.

    Nicaraguanische Experten schätzen das Projekt auf rund 40 Milliarden US-Dollar. Größter Investor ist bislang der chinesische Konzern HKND. Zuvor hatte der Generaldirektor der nicaraguanischen Agentur für Investitionsentwicklung, Laureano Ortega, mitgeteilt, dass Russland für den Bau des Kanals engagiert wird.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren