01:13 16 Oktober 2018
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    Russische Justiz fordert Beschlagnahme von Beresowskis Vermögen

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    Die russische Generalstaatsanwaltschaft will eine Beschlagnahme des Vermögens von Boris Beresowski erreichen, der 2013 unter ungeklärten Umständen im britischen Exil verstorben ist. Die Behörde fordert eine Wiedergutmachung des Schadens, den der flüchtige Ex-Oligarch dem russischen Staat verursacht hatte.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft will eine Beschlagnahme des Vermögens von Boris Beresowski erreichen, der 2013 unter ungeklärten Umständen im britischen Exil verstorben ist. Die Behörde fordert eine Wiedergutmachung des Schadens, den der flüchtige Ex-Oligarch dem russischen Staat verursacht hatte.

    „Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands wird sich um einen maximalen Ersatz des von Beresowski verursachten Schadens bemühen“, kündigte Marina Gridnewa, Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, am Montag an. Hierfür werde die Behörde  eine „Konfiskation des verbrecherisch erworbenen Vermögens“ fordern.

    Beresowski, der in den 1990er-Jahren als Graue Eminenz hinter dem Kreml galt und 2001, nach dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin nach Großbritannien flüchtete, war am 23. März 2013 im Badezimmer seines Hauses nahe Windzor tot aufgefunden worden. Als Todesursache wurde zunächst ein Herzanfall oder aber Selbstmord vermutet. Die Obduktion ergab, dass Beresowski, der in Russland wegen zahlreicher Wirtschaftsverbrechen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden war, durch Erhängen starb. Medien nahmen das als Anlass für Spekulationen über eine Ermordung. Vor dem Tod steckte der einstige Multimilliardär in Finanzschwierigkeiten und stand möglicherweise vor dem Bankrott, nachdem er mehrere Gerichtsprozesse verloren hatte. Nach Angaben der Zeitung Sunday Times betrug Beresowskis Vermögen vor dessen Tod mindestens 800 Millionen US-Dollar.

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