20:46 28 September 2016
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Russland erstellt Aktionsplan für den Fall seiner Abschaltung vom Internet

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Die Regierung Russlands hat nach Worten von Kommunikationsminister Nikolai Nikiforow nicht die Absicht, sich vom globalen Netz abzuschalten. „Aber wir erstellen einen Aktionsplan für den Fall, dass uns der Zugang zum Internet von außen her verwehrt wird“, sagte der Minister am Freitag im Schwarzmeerkurort Sotschi.

Die Regierung Russlands hat nach Worten von Kommunikationsminister Nikolai Nikiforow nicht die Absicht, sich vom globalen Netz abzuschalten. „Aber wir erstellen einen Aktionsplan für den Fall, dass uns der Zugang zum Internet von außen her verwehrt wird“, sagte der Minister am Freitag im Schwarzmeerkurort Sotschi.

Zuvor hatte die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtet, dass die russischen Behörden für den Fall der Fälle einen Ausstieg aus dem globalen Netz erwägen. Dabei berief sich das Blatt auf russische Provider, Internetkonzerne und nicht kommerzielle Organisationen, die aber nicht beim Namen genannt wurden.

„In letzter Zeit ist Russland mit der Sprache einseitiger Sanktionen konfrontiert: Bald werden unsere Bankenkarten vom Zahlungssystem abgeschaltet, bald droht das EU-Parlament damit, Russland den Zugang zum SWIFT-Zahlungsverkehr zu verwehren. Unter diesen Umständen prüfen wir diverse Szenarien, dass unsere geachteten Partner uns plötzlich vom Internet abschneiden.“

In diesem Zusammenhang erinnerte Nikiforow daran, dass bereits gemeinsame Übungen unter Teilnahme des Kommunikationsministeriums, des Verteidigungsministeriums und des Inlandsgeheimdienstes FSB durchgeführt worden waren. „Russland versucht zu verhindern, dass etwas abgeschaltet wird, unter welchen Umständen auch immer… Leider befindet sich ein Teil der Komponenten der Infrastruktur nicht auf dem Territorium Russlands und wird von außen her gesteuert“, sagte der Minister.

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