10:51 22 November 2019
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    Greenpeace darf Öltransport nicht behindern - Gazprom gewinnt Klage in Amsterdam

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    Ein Gericht in Amsterdam hat der Umweltschutzorganisation Greenpeace verboten, die russischen Öltransporte in die Niederlande zu behindern. Damit entsprach das Gericht einer Klage des russischen Energiekonzerns Gazprom, der Erdöl mit Tankschiffen nach Rotterdam liefert.

    Ein Gericht in Amsterdam hat der Umweltschutzorganisation Greenpeace verboten, die russischen Öltransporte in die Niederlande zu behindern. Damit entsprach das Gericht einer Klage des russischen Energiekonzerns Gazprom, der Erdöl mit Tankschiffen nach Rotterdam liefert.

    Jeder Versuch, den russischen Öltransport zu behindern, würde Greenpeace mindestens 50.000 Euro Geldstrafe kosten, berichtete die Zeitung Parool am Samstag unter Berufung auf den Beschuss des Amsterdamer Gerichts. Nach Angaben der niederländischen Fernseh- und Radiogesellschaft NOS hat Greenpeace am Samstag das Schiff Arctic Sunrise zum russischen Tanker Michail Uljanow geschickt, der auf dem Weg nach Rotterdam ist.

    Fotostrecke: Spektakuläre Greenpeace-Aktionen >>

    © RIA Novosti.
    Der russische Grenzschutz kapert das Greenpeace-Schiff

     

    Vor rund einem Jahr, am 18. September 2013 hatte ein Greenpeace-Team in der Petschorasee eine Bohrinsel des russischen Konzerns Gazprom zu erklimmen versucht, um gegen die Ölproduktion in der ökologisch sensiblen Arktis-Region zu protestieren. Ihr Schiff Arctic Sunrise wurde von der russischen Küstenwache gestoppt und zu Ermittlungen nach Murmansk gebracht. Die gesamte 30-köpfige Besatzung wurde inhaftiert und zunächst wegen Piraterie angeklagt, auf die in Russland bis zu 15 Jahre Haft stehen. Später wurde die Anklage auf „Rowdytum“ abgemildert. Im Dezember wurden die Aktivisten amnestiert.

     

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