13:48 24 April 2019
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    Versierte Hacker powern Cyber-Misstrauen – McAffee-Prognose 2015

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    McAfee Labs haben nach AFP-Angaben am Dienstag ihre „Gefahrenprognose für 2015" veröffentlicht, der zufolge Cyber- und Spionagekriege an Intensität gewinnen, wobei die Hacker neue Strategien entwickeln, um ihre Spuren zu verwischen.

    McAfee ist ein amerikanisches Software-Unternehmen mit Sitz in Santa Clara (US-Bundesstaat Kalifornien), das sich auf die Entwicklung von Antiviren spezialisiert hat.

    „Cyberangriffe wird es immer häufiger geben", so die Prognose. „Erfahrene Hacker werden Informationen immer geschickter und hinterhältiger sammeln und Newcomer werden versuchen, Geld zu stehlen und ihren Gegnern Steine in den Weg zu legen."

    Raketensystem Topol-M
    © Foto : Russian Defense Ministry / Sergei Krivov
    Laut dem Bericht werden kleinere Staaten und terroristische Gruppierungen immer aktiver handeln, indem sie „Service-Blockaden starten und dadurch Computer außer Betrieb setzen oder schädliche Programme starten, die den Master-Boost-Record (MBR) löschen, um ihre Feinde im Netz zu vernichten."

    Hacker werden zudem neue Möglichkeiten finden, um Daten über längere Zeiträume unbemerkt zu stehlen, so die McAfee-Experten. „Damit gehen die Kriminellen allmählich genauso vor, wie erfahrene Cyberspione der Geheimdienste, die Geheiminformationen sammeln."

    In dem Bericht steht darüber hinaus geschrieben, dass Hacker Geräte mit größeren Anschlusszahlen attackieren werden, darunter Computer im Landwirtschafts- und Industriesektor sowie im Gesundheitswesen. „Die Zahl von IoT-Geräten (IoT — Internet of Things) nimmt exponentiell zu. Im Verbraucherbereich werden sie inzwischen in Haushaltsgeräten, Fahrzeugen und sogar in Glühlampen eingesetzt", heißt es in dem Bericht.

    Den Experten zufolge werden Hacker zudem Geräte wie Webcams und Industrieüberwachungssysteme angreifen. Besonders viele Probleme erwarten sie aber im Gesundheitswesen. „Wegen der aktiven Verbreitung von IoT-Geräten in Krankenhäusern wird die Gefahr von Datenverlusten immer wahrscheinlicher", so der Bericht. Solche Informationen seien auf dem Schwarzmarkt „noch teurer als Informationen über Kreditkarten".

    Im Kleinhandel können Hacker drahtlose Systeme wie Bluetooth einsetzen, die bei Mobilzahlungen benutzt werden. Darüber hinaus werde die Gefahr der Anwendung von „Ransom-ware"-Programmen größer, die Daten in mobilen Geräten blockieren und die jeweilige Opfer dazu zwingen, für die Freigabe des Datenzugangs zu zahlen.

    „Da Verbraucher derzeit Informationen über ihre Zahlungen mithilfe eines nicht gerade lückenlosen Protokolls verschicken, ist die Gefahr von Angriffen auf diese Infrastruktur im Jahr 2015 ziemlich groß", heiß es in dem Bericht weiter. Bisher seien derartige umfassende Attacken in Russland und China registriert worden. Erst vor wenigen Tagen sei es zu einem Eingriff ins Netzwerk von Sony Pictures gekommen, wobei ein Riesenumfang von Informationen gestohlen worden sei. Auch das Handelsnetz Home Depot und andere haben Datenverluste zugegeben, von denen Millionen Kunden betroffen seien.

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    McAfee Labs