06:13 21 September 2020
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    Mehr als 25 Prozent der alten Gebäude in den russischen Städten hinter dem Polarkreis könnten wegen des auftauenden Permafrostbodens einstürzen, heißt es in einer Mitteilung des russischen Zivilschutzministeriums.

    Nach Angaben des Ministeriums hat sich die Erwärmung in Russland in den vergangenen 100 Jahren um das Doppelte beschleunigt. In den nördlichen Gebieten Russlands seien die Folgen bereits zu sehen. Wie Forscher herausfanden, verläuft die Erwärmung in den Gebieten hinter dem Polarkreis um das 2-2,5-fache schneller als in anderen Teilen der Welt.

    Die Temperaturen in der Arktis könnten bis Ende des Jahrhunderts um sieben Grad steigen. Der globale Klimawandel habe bereits zu deutlich mehr Naturkatastrophen in Russland geführt — vor allem Überschwemmungen und Waldbränden, teilte das Zivilschutzministerium mit.

    „Mehr als einem Viertel der alten Wohnhäuser aus den Baujahren von 1950 bis 1970 in Jakutsk, Workuta, Tiksi u.a. droht der Einsturz", so ein Sprecher des Zivilschutzministeriums.

    Nach Angaben des Ministeriums kommt es in den russischen Arktis-Regionen jedes Jahr durchschnittlich zu mehr als 100 Notstandssituationen.

    Der Gesamtwert der Bodenschätze im Hohen Norden Russlands liegt bei mehr als 30 Billionen US-Dollar. Russland verlagere seine Gas- und Ölproduktion allmählich in die Arktis, auf die elf Prozent der Einnahmen des Staates und 22 Prozent des Exports entfallen, heißt es im Bericht des Ministeriums.

    Zum Vergleich: 2012 machte das Volumen der Weltwirtschaft 70 Billionen US-Dollar aus. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem Vorjahr könnte sich Russlands BIP in diesem Jahr auf mehr als 2,3 Billionen Dollar und 2018 auf bis zu 3,2 Billionen US-Dollar belaufen.

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    Tags:
    Russland, Tiksi, Vorkuta, Yakutsk