19:36 10 Juli 2020
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    Die russische Botschaft in Syrien überprüft Informationen, laut denen die Terrormiliz „Islamischer Staat“, die weite Gebiete in Syrien und im Irak kontrolliert, zwei Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hingerichtet haben soll.

    Am Dienstag hatte IS ein Video ins Internet gestellt, auf dem zwei Männer verhört und erschossen werden. In der ersten Szene stellen sich die beiden auf Russisch als FSB-Agenten vor und berichten über ihre Aufgaben im Nahen Osten. Einer von ihnen hat nach eigenen Worten den Auftrag gehabt, den IS-Anführer zu finden und zu töten. Auf das Verhör folgt die Szene der Erschießung der beiden Männer.

    Der russische Geheimdienst hält sich bislang mit Kommentaren zurück. Der Presseattaché der russischen Botschaft in Damaskus, Oleg Samotschkin, teilte mit, dass die Diplomaten die Informationen überprüfen würden.

    Die radikale Bewegung IS (auch bekannt als Isis und Isil), die seit Jahren gegen die Regierungsarmee in Syrien kämpft, konnte Anfang Sommer überraschend mehrere Gebiete im Nordirak erobern und rief in den besetzten Gebieten ein islamisches Kalifat aus. Die Regierung in Bagdad bat die Weltgemeinschaft um Hilfe, um den Vormarsch der Dschihadisten, die Tausende „Ungläubige“ getötet haben, zu stoppen. Nach Angaben des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zählt der „Islamischer Staat“ rund 30.000 Kämpfer.

    Die IS-Milizen sind mit Panzern, Geschützen und Mörsern bewaffnet, die sie aus Militärlagern im irakischen Mosul gestohlen haben. Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit August Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Eine Bodenoperation gegen die Islamisten, die laut UN-Angaben Waffen für einen zweijährigen Krieg erbeutet haben, lehnt Obama ab.

    Sergej Pirogow

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB)