07:08 21 November 2017
SNA Radio
    Panorama

    „Charlie Hebdo”- Mitgründer: Redaktionsleiter Charbonnier ist schuld an Überfall

    Panorama
    Zum Kurzlink
    Anschlag auf Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris (34)
    0 62164017

    Laut „Charlie Hebdo“-Mitbegründer Henri Roussel war die Politik des Chefredakteurs Stéphane Charbonnier die Ursache für den Überfall auf die Redaktion des Magazins, schreibt die britische „The Telegraph“ am Donnerstag.

    „Das halte ich Dir wirklich vor“, schrieb Roussel im Wochenmagazin „Le Nouvel Obs“, sich an den verstorbenen Charbonnier wendend.

    Provokante Karikaturen, die der Redaktionsleiter drucken ließ, haben zum Tod von Mitarbeitern geführt, heißt es bei Roussel.

    Die Vorwürfe machten den „Chablie-Hebdo“- Anwalt Richard Malka wütend. Er war empört über diese Veröffentlichung, die noch vor der Bestattung von Charbonnier erschien.

    2006 hatte „Charlie Hebdo“ die hochumstrittenen Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ nachgedruckt. Der damalige Chefredakteur des französischen Magazins, Philippe Val, wurde dafür 2007 vor Gericht gestellt und später von dem Vorwurf freigesprochen.

    2011 wurde ein Brandanschlag auf das Satiremagazin verübt, nachdem eine Ausgabe unter dem Titel „Scharia-Hebdo“ veröffentlicht worden war, die der Entwicklung in Tunesien und in Libyen gewidmet war. Als Gastredakteur wurde „Mohammed“ angegeben.

    Auf dem Höhepunkt der Unruhen in der muslimischen Welt wegen des islamfeindlichen Films „Die Unschuld der Muslime“ im Jahr 2012 erschienen im Magazin weitere Mohammed-Karikaturen.

    2013 brachte das Magazin eine Comic-Biografie von Mohammed heraus.

    Themen:
    Anschlag auf Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris (34)

    Zum Thema:

    Checkpoint „Charlie Hebdo“: EU vor großen Umgestaltungen
    „Je suis Charlie“: 12 000 gedachten in Wien Opfer der Terroranschläge in Frankeich
    Geiseldrama nach „Charlie-Hebdo“-Anschlag: zwei Tote
    Putin verurteilt Anschlag auf „Charlie Hebdo“ und kondoliert Hollande
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren