18:30 26 April 2019
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    Donezker Mediziner schlagen Alarm: HIV-Medikamente werden knapp

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    In der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ (DVR) gehen die Vorräte an Medikamenten für HIV-positive Patienten zur Neige, wie der Chefarzt des Donezker Gebietszentrums für Immunologie und AIDS-Prophylaxe, Nikolai Graschdanow, am Donnerstag in einer regionalen Medizinerberatung sagte.

    Ihm zufolge sind Medikamentenlieferungen aus Kiew wegen der heftigen Kämpfe nicht mehr möglich.

    Die Arzneimittel, die von den Organisationen „Allianz gegen HIV und AIDS“ und „Menschen mit HIV“ aus Kiew geschickt worden waren, seien in Slawjansk und Mariupol eingetroffen und könnten an den Kontrollposten der ukrainischen Armee nicht durchgelassen und wegen der heftigen  Kampfhandlungen nicht über die Frontlinie gebracht werden, so Graschdanow.

    Dem Mediziner zufolge werden die zur Verfügung stehenden Medikamente für HIV-Infizierte bestenfalls bis Ende Februar reichen. In den darauffolgenden drei bis sechs Monaten würden die Patienten sterben, so Graschdanow.

    Nach seinen Angaben gibt es in der „Volksrepublik Donezk“ rund 24 000 HIV-Infizierte. 6300 davon würden jetzt eine „Enterovirus-Therapie“ durchlaufen, weitere 2000 Patienten sollten die Therapie bis Ende 2015 aufnehmen, so Graschdanow.

    Die Internationale Allianz gegen HIV/AIDS in der Ukraine (Allianz-Ukraine) hatte früher die Information verbreitet, dass die Behandlung von 10 000 Patienten, darunter HIV-Infizierte sowie TBC- und Hepatitis-Kranke, im Südosten der Ukraine nicht unterbrochen werden dürfe. Die Allianz hat auch Probleme mit der Versorgung mit Verbrauchsmaterialien im Raum der Anti-Terror-Operation beklagt und darauf verwiesen, dass die Medikamente bei fehlender Stromversorgung verfallen würden.

    Wie das Verkehrsministerium der DVR am Mittwoch mitteilte, hat Kiew die  zur selbsterklärten Republik führenden Autostraßen für den Verkehr gesperrt.

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    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    Tags:
    AIDS, Medizin, HIV, Donezk, Ukraine