05:37 05 Juni 2020
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Laut dem russischen EU-Botschafter Wladimir Tschischow ist es seit langem notwendig, einen vollständigen Bericht über die Ermittlungen zu den Ursachen und Umständen der Katastrophe mit der malaysischen Boeing 777 im Juli 2014 in der Ukraine zu veröffentlichen.

    „Dies hätte schon lange getan werden müssen“, sagte Tschichow in einem Interview für die Brüsseler Ausgabe EurActiv. Er nahm damit Stellung zu der Journalistenäußerung, dass die zuständigen Ermittler keine Details zu dem Flugzeugunglück mitteilen dürfen, bevor der vollständige Bericht  veröffentlicht ist.

    Wie der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zuvor gesagt hatte, sollen die Ergebnisse der Untersuchung des Unglücks im zweiten Halbjahr 2015  vorliegen.

    „Wir hoffen, dass die Ermittlungen in gehöriger Weise abgeschlossen und nicht unendlich lange dauern werden und im Endergebnis ein unvoreingenommener Bericht präsentiert wird“, so Tschischow.

    Die  Malaysia-Airlines-Maschine MH17, die von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs war, verunglückte am 17. Juli 2014 bei Donezk im Osten der Ukraine. Von den 298 Insassen überlebte niemand.

    Die Kiewer Führung beschuldigte die Volkswehr, die Boeing mit BUK-Raketen abgeschossen zu haben. Die Volkswehr wies die Anschuldigung zurück und erklärte, ihr stünden keine Waffen zur Verfügung, die ein Flugzeug in einer Höhe von 10 000 Metern treffen könnten.

    Laut einem vorläufigen Bericht zur Untersuchung der Katastrophe war die Maschine während des Fluges „wegen Strukturschäden“ auseinandergebrochen, die „durch die äußere Einwirkung zahlreicher hochenergetischer Objekte verursacht wurden“. Der Ursprung der genannten Objekte ist bisher nicht festgestellt worden.

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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)

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    Tags:
    Boeing 777, Wladimir Tschischow, Donezk, Ukraine