01:21 21 November 2018
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    Kämpfer des Bataillons Asow

    Schweizer Neonazis schicken Geld an kämpfende Rechtsextreme in Ukraine - Zeitung

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
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    Neonazis aus der Schweiz unterstützen nach Angaben eidgenössischer Medien ihre Gesinnungsgenossen, die gegen die abtrünnigen Regionen in der Ostukraine kämpfen, mit Geld und Hilfsmaterial.

    Im Herbst haben Schweizer Rechtsextreme die „Misanthropic Division Schweiz“ als Ableger der gleichnamigen Division in der Ukraine gegründet, berichtet die „Sonntagszeitung“. Als Teil des Freiwilligen-Bataillon Asow von Oligarch Igor Kolomojski kämpfe die „Misanthropic Division“ um die Städte Donezk und Mariupol in der Ostukraine und gelte als brutalste Einheit. Asow-Kommandeur Andrej Bilezki hatte in einem Interview der britischen Zeitung „Telegraph“ gesagt: „Die historische Mission unserer Nation ist es, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen.“

    Die Hintermänner des Schweizer Ablegers der Misanthropic Division stammen aus dem Umfeld des internationalen Neonazi-Netzwerks der Hammerskins, so die „Sonntagszeitung“ weiter. Bindeglied zwischen den Aktivisten in der Schweiz und ihren ukrainischen Gesinnungsgenossen sei B. S., ein Genfer Mitte 20.

    „Im Dezember 2014 überwies die Gruppe 800 Franken direkt an das Bataillon Asow, wie aus einem Beleg hervorgeht. Ein Großteil des Betrags stammt aus dem Erlös einer Verkaufsaktion von Solidaritäts-T-Shirts.“ B. S. habe zudem auf Facebook aufgerufen, Winterkleider und Grundnahrungsmittel für die kämpfenden Rechtsextremen in der Ukraine zu spenden. „Helfen wir den Soldaten in ihrem Kampf gegen die kommunistischen Imperialisten und für ein weißes Europa.“ Nach Angaben der „Sonntagszeitung“ kämpfen rund 100 Ausländer im Bataillon Asow. „Mehrere Quellen bestätigen, dass sich auch Extremisten aus der Schweiz an kriegerischen Handlungen im Osten der Ukraine beteiligen oder dies zumindest getan haben.“

    In der Ost-Ukraine tobt seit April 2014 ein Bürgerkrieg. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 5300 Zivilisten ums Leben gekommen.

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    Bataillon Asow, Andrej Bilezki, Donezk, Ukraine, Schweiz, Mariupol