04:13 20 Januar 2018
SNA Radio
    Heldendenkmal der Roten Armee in Wien

    Farbanschlag auf sowjetisches Ehrenmal in Wien - Moskauer Außenamt protestiert

    © Foto: Botschaft der Russischen Föderation in Wien
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 1151

    Das russische Außenministerium hat den jüngsten Farbanschlag auf ein Ehrenmal der Roten Armee im Zentrum von Wien scharf kritisiert und eine Protestnote an Österreich gerichtet.

    Unbekannte haben das Heldendenkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz in der Nacht zum 23. Februar mit schwarzer Farbe beschmiert. Das Denkmal war 1945 zur Erinnerung an rund 17.000 bei der Schlacht um Wien gefallene Rotarmisten errichtet worden. In Russland ist der 23. Februar der „Tag des Verteidigers des Vaterlandes“ und ein gesetzlicher Feiertag.

    Das russische Außenministerium sprach von einem „himmelschreienden Akt von Vandalismus“. „Besonders empörend ist, dass diese Tat kurz vor dem 70. Jahrestags des Sieges des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg, der Befreiung Österreichs vom Nazismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs begangen worden ist“, hieß es aus dem Moskauer Außenamt am Dienstag. In einer Protestnote an das österreichische Außenministerium forderte Moskau eine Beseitigung des zugefügten Schadens und eine Bestrafung der Täter. „Da es bereits früher solche Akte von Vandalismus gegeben hat, rufen wir die österreichischen Behörden auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit des Denkmals zu gewährleisten.“

    Zum Thema:

    Denkmal für Sowjetsoldaten in Bulgarien geschändet – Moskau sendet Protestnote
    Moskau fordert Erläuterungen zum Abriss von Denkmal für Rotarmisten in Polen
    „Urinierender Lenin“: Krakow stellt Denkmal für den UdSSR-Gründer auf
    Echo der Ukraine-Krise: Farbattacke auf Denkmal der Roten Armee in Wien
    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Vandalismus, Russland, Österreich