12:56 31 März 2020
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    Die acht aus der Ostukraine zurückgekehrten Spanier, die am Freitag unter Verdacht der Teilnahme an Kämpfen im Donbass an der Seite der Volkswehr von der Polizei festgenommen wurden, sind für die Dauer der Ermittlung und der anschließenden Gerichtsverhandlung freigelassen worden.

    Die Verhaftungen hatte es in Asturien, Katalonien, Extremadura, Murcia, Madrid und  Navarra gegeben. Den spanischen Bürgern werden Teilnahme an Morden, Waffen- und Sprengstoffbesitz sowie an Aktivitäten vorgeworfen, die gegen Interessen des Königreichs Spanien im Ausland verstoßen. Als Bürger Spaniens haben sie mit der Teilnahme an einem internationalen Konflikt gegen die Neutralität ihres Staates verstoßen. Dafür droht ihnen eine vier bis 15-jährige Haftstrafe.

    Nach Vernehmungen wurden alle Verhafteten vorübergehend auf freien Fuß gesetzt, meldet die Agentur Europa Press am Samstag unter Berufung auf eine Quelle in den Ermittlungskreisen. Die Verdächtigen müssen aber auf erste Aufforderung im Gericht erscheinen.

    Mit der Ermittlung des Falls befasst sich der Richter des Nationalgerichts in Madrid Santiago Pedraz.

    Im September 2014 hatte die spanische Regierung angekündigt, Änderungen am Strafgesetzbuch vorzunehmen. Demnach sollte die Teilnahme an bewaffneten Konflikten im Ausland dem Terrorismus gleichgestellt werden. Diese Änderungen traten allerdings noch nicht in Kraft.

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    Tags:
    Donbass, Spanien, Ukraine