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04:28 21 September 2019
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    „Euromaidan“ in der Ukraine

    Umfrage in Russland: Ukraine hat durch „Euromaidan“ eher verloren als gewonnen

    © Sputnik / Andrei Stenin
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    Die überwiegende Mehrheit der Bürger Russlands (83 Prozent) sind überzeugt, dass die Ukraine durch den so genannten Euromaidan – die Massenproteste Ende 2013/Anfang 2014 – eher verloren als gewonnen hat, wie das Gesamtrussische Meinungsforschungszentrum WZIOM berichtet.

    Nachdem die Regierung Nikolai Asarow Ende November 2013 die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU ausgesetzt hatte, besetzten Anhänger der Eurointegration den Hauptplatz Kiews – Maidan Nesaleschnosti (Unabhängigkeitsplatz). Der Maidan wurde späterhin zum Epizentrum einer Konfrontation zwischen den Spezialkräften des Innenministeriums und den Protestteilnehmern. Vor diesem Hintergrund wurde Ende Februar 2014 ein Staatsstreich vollzogen und Präsident Viktor Janukowitsch seines Amtes enthoben. Ende Mai kam der Milliardär Pjotr Poroschenko als Sieger aus den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen hervor.

    Laut WZIOM sind nur drei Prozent der Befragten der Meinung, dass die Ukraine nach den Ereignissen auf dem Maidan ein positives Endergebnis zu verzeichnen hat. Weitere acht Prozent sehen darin weder positive noch negative Veränderungen für das Land. 83 Prozent verweisen auf negative Folgen des „Euromaidan“. 25 Prozent der Befragten betrachten diese Ereignisse als einen Staatsstreich. Jeder Zehnte bezeichnet den „Euromaidan“ als eine Revolution. Zwölf Prozent werten die genannten Ereignisse als Ausdruck der Gesetzlosigkeit und des Banditentums. Nach Meinung von fünf Prozent kann der „Euromaidan“  als ein Bürgerkrieg bezeichnet werden.

    Laut 22 Prozent der Befragten sind die massenhaften Protestaktionen in der Ukraine auf provokative Handlungen westlicher Länder, vor allem der USA, zurückzuführen. 16 Prozent sehen die Ursache in falschen Handlungen der damaligen ukrainischen Führung und weitere acht Prozent in der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den Lebensbedingungen insgesamt. Elf Prozent der Befragten sehen die Ursache im Kampf um Macht, Territorien und Geld. Nur zwei Prozent sprechen von dem Bestreben der Protestierenden, der Europäischen Union beizutreten.

    Die Umfrage wurde am 21. Und 22. Februar 2015 unter 1600 Menschen in 132 Ortschaften von 46 Gebieten, Regionen beziehungsweise  Teilrepubliken Russlands durchgeführt.

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    Tags:
    Maidan, Umfrage, WZIOM, Petro Poroschenko, Viktor Janukowitsch, Nikolai Asarow, Russland, Ukraine