16:14 15 August 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 17110
    Abonnieren

    Eine erste Gruppe von 40 ethnischen Tschechen ist mit einem Bus aus der Siedlung Tschechograd im ukrainischen Gebiet Saporoschje in ihre historische Heimat ausgereist. Das teilte der tschechische Rundfunk am Montag mit.

    Im März sollen insgesamt 140 Tschechen aus der Ukraine ausreisen. Die ersten Anträge an Tschechiens Präsident Milos Zeman waren im vergangenen Jahr gestellt worden. Die ukrainischen Tschechen baten Zeman, bei der Umsiedlung zu helfen. Als Grund wurden die „schwere ökonomische Lage in der Ukraine und der militärische Konflikt im Osten des Landes“ genannt.

    Die Siedlung Tschechograd wurde 1869 gegründet, als die Zarenregierung Tschechen aufgerufen hatte, Territorien in dieser Region des Russischen Reichs zu erschließen. Damals wurden einige Tausend Tschechen eingebürgert.

    Zur ersten Umzugswelle der Tschechen kam es gleich nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges. Die nächste Welle folge Anfang der 1990er Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion und wegen der Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl Ende April 1986.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Proteste in Weißrussland: Lukaschenko will Lage mit Putin besprechen
    Waffenembargo gegen Iran: USA werden „vor nichts haltmachen“
    Spahn kauft sich mit Ehemann für 4 Mio Euro Villa in Berlin
    Tödliche Sauberkeit: Forscher nennen Hygienemittel, die Krebs auslösen
    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Tschechien, Ukraine