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09:29 21 Oktober 2019
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    Ein Bergwerk in Donbass

    Donezk: Toter und Verletzte bei Explosion in Bergwerk - 32 Kumpel eingeschlossen

    © Sputnik / Mikhail Voskressensky
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    Situation in der Ostukraine (346)
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    In ostukrainischen Donezk ist am Mittwoch es zu einem Gruben-Unglück gekommen: Bei einer Gas-Explosion in den frühen Morgenstunden im Sassjadko-Bergwerk ist nach Behördenangaben mindestens ein Arbeiter getötet worden, 15 weitere haben Verletzungen erlitten. Mehr als 30 Kumpel sind noch immer unter Tage eingeschlossen.

    Westliche Medien haben von mindestens 30 Todesopfern in der ukrainischen Grube berichtet. Der ukrainische Parlamentschef Wladimir Grojsman sprach von 32 Toten. Die Quelle für diese Angaben nannte er nicht. Doch die Kiewer Regierung und die Behörden der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik haben diese Zahlen vorerst nicht bestätigt.

    „Nach vorläufigen Angaben ist ein Mensch bei der Gasexplosion gestorben, 15 weitere wurden verletzt“,  teilte Natalja Bystraja, Pressesprecherin des ukrainischen Katastrophenschutzdienstes, am Mittwoch in Kiew mit. Auch die Behörden der von Kiew abtrünnigen Donezker Volksrepublik, auf deren Territorium die Unglücksgrube liegt,  berichteten von einem geborgenen Todesopfer und 14 Verletzten. „Die Sucharbeiten gehen weiter“, teilte die Sprecherin des Katastrophenschutzes der Donezker Volksrepublik, Juliana Bedilo, mit. Nach ihren Angaben befanden sich 230 Bergarbeiter zum Zeitpunkt des Vorfalls  in der Mine. Bislang konnten 157 von ihnen gerettet werden. Der Rettungseinsatz gehe weiter.

    Die Ursache der Gas-Explosion ist vorerst unbekannt. Nach Angaben der Gewerkschaft stand das betroffene Bergwerk nicht unter Beschuss. „Es hat in den vergangenen Tagen keinen Beschuss und keine Beschädigungen gegeben“, sagte  Michail Wolynez, Leiter der Bergarbeitergewerkschaft, dem ukrainischen TV-Sender 112. Er mutmaßte, dass Stromausfälle im Kampfgebiet zu erhöhter Gaskonzentration in der Mine geführt haben könnten. Laut Wolynez werden mindestens 47 Bergarbeiter nach dem Vorfall vermisst.

    In der Ost-Ukraine war im April 2014 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut den UN-Angaben mindestens 6000 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit dem 15. Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe. Sie ist Teil eines Friedensplans, der am 12. Februar in Minsk unter Vermittlung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, des französischen Präsidenten François Hollande und des russischen Staatchefs Wladimir Putin ausgehandelt worden ist.

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    Donezker Sassjadko-Grube, Uno, Angela Merkel, Michail Wolynez, Natalja Bystraja, Juliana Bedilo, Donezk, Ukraine