11:14 19 April 2019
SNA Radio
    Der Rote Platz in Moskau

    ITB: Immer weniger deutsche Urlauber in Russland

    © REUTERS / Maxim Zmeyev
    Panorama
    Zum Kurzlink
    12221

    Seit Beginn der Ukraine-Krise haben sich die Besucherzahlen von Urlaubern aus dem deutschsprachigen Raum nahezu halbiert, so Kseniya Buschueva von der Taritour – Unternehmensgruppe aus Sankt Petersburg, bei der 49. Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin.

    Die Zahlen der Russland-Urlauber aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sinken infolge der politischen Entwicklung, meinten russische ITB-Teilnehmer. Aber auch die Zahl der russischen Aussteller auf der ITB ist rückläufig,

    Die Mehrheit der Deutschen verbrachte laut offiziellen Statistiken 2014 ihren Urlaub daheim. Auf der Hitliste ihrer ausländischen Reiseziele standen Spanien, Italien, die Türkei und Österreich. Bei den Russen waren Finnland und Italien die populärsten Reiseziele im EU-Raum. Probleme mit Visa, auch längerfristige und Mehrfachvisa, gab es für sie dabei so gut wie keine.

    Die russische Seite unternimmt nicht wenige Anstrengungen, um ausländischen Touristen die Einreise zu erleichtern, hieß es an den russischen ITB-Ständen. Die für die Beantragung notwendigen Dokumente wurden auf ein Minimum reduziert, die Bearbeitungszeiten auf maximal zwei Wochen verkürzt. An der diesjährigen ITB nahmen mehr als 10.000 Aussteller aus insgesamt 180 Ländern und Regionen teil. Bei der weltgrößten Reisemesse, die in 26 Hallen unter dem Berliner Funkturm verlief, waren unter anderem der Irak, Afghanistan, Bangladesch, Kongo oder Nigeria teil, die nicht gerade als populäre Urlaubsziele gelten dürften.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Spaniens Außenminister: EU verlor bereits 21 Mrd. Euro durch Russland-Sanktionen
    Russen und Ukrainer kommen immer seltener nach Deutschland
    Moskau wird erschwinglicher für Touristen
    Neujahrsurlaub im Ausland für Russen inzwischen zu teuer
    Tags:
    Tourismus, 49. Internationale Tourismus Börse (ITB), EU, Kseniya Buschueva, Russland