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    A320-Absturz in Südfrankreich

    Staatsanwalt in Marseille: Co-Pilot brachte A320 offenbar absichtlich zum Absturz

    © AFP 2019 / AFP TV/GRIPMEDIA/Denis Bois
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    Zwei Tage nach dem Absturz des deutschen Passagierflugzeugs in Südfrankreich sind die zuständigen Ermittler zu dem Schluss gelangt, dass der Co-Pilot kurz vor der Katastrophe sich im Cockpit verschanzt und den Sturzflug bewusst ausgelöst hatte. Dies teilte der ermittelnde französische Staatsanwalt Brice Robin in Marseille am Donnerstag mit.

    Es sähe so aus, als habe der Co-Pilot die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht und so zerstört, sagte der Staatsanwalt unter Berufung auf die Aufnahmen des Stimmrekorders. Nach Angaben der Ermittler ist der Fluggkapitän kurz vor dem Absturz auf die Toilette gegangen. Als er versuchte, zurück ins Cockpit zu kommen, konnte er die Tür nicht öffnen. Der 28-jährige Co-Piliot Andreas Günther Lubitz habe sich offenbar geweigert, die Tür aufzumachen, und habe den Sinkflug eingeleitet.

    Bei dem Absturz eines Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings in den französischen Alpen sind am Dienstag 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder umgekommen. Die Absturzursache ist noch unklar. An Bord der Maschine, die aus Barcelona nach Düsseldorf unterwegs war, waren neben Deutschen und Spaniern auch Bürger von der Türkei, den USA, Belgien, Dänemark, Japan und anderen Staaten.

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    A320, Germanwings, Lufthansa, Brice Robin, Frankreich, Marseille, Düsseldorf