05:22 01 Dezember 2020
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    In Litauen haben Hacker auf einer Webseite, die sich mit der Enthüllung des KGB befasst, Informationen veröffentlicht, laut denen Präsidentin Dalia Grybauskaitė selbst für den sowjetischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Vilnius weist diese Angaben kategorisch zurück.

    Hacker hatten auf der Seite des Zentrums für Genozid- und Widerstandforschungen (LGGRTC) Angaben veröffentlicht, dass die jetzige litauische Staatschefin Grybauskaitė einst KGB-Agentin mit dem Decknamen „Magnolia“ gewesen sein soll, wie der Administrator der Seite am Montag mitteilte. Ihre Behauptung untermauerten die Hacker mit Kopien angeblicher Archivmaterialien, darunter eines Diploms der Leningrader Universität  und anderer Studien- und Arbeitsunterlagen, die Grybauskaitė gehören sollen.

    Grybauskaitės Sprecherin Daiva Ulbinaitė wies diese Angaben als „Provokation“ zurück.  „Das Präsidialamt bewertet das als eine Informationsprovokation“, sagte Ulbinaitė.  Auch LGGRTC-Chefin Teresė Birutė Burauskaitė nannte im Gespräch mit dem Portal Delfi die von den Hackern veröffentlichten Angaben „falsch und irreführend“.

    Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė (59) hatte 1983 die Staatliche Leningrader Universität in der Fachrichtung „politische Ökonomie“ im Abendstudium abgeschlossen. Im selben Jahr trat sie der Kommunistischen Partei der Sowjetunion bei.

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    Tags:
    Hackerangriff, Zentrum für Genozid- und Widerstandforschungen (LGGRTC), KGB, Daiva Ulbinaitė, Teresė Birutė Burauskaitė, Dalia Grybauskaite, Litauen, UdSSR