18:12 18 August 2018
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    Elektrischer Stuhl (Symbolbild)

    In China mehr Todesstrafen als in anderen Ländern – Amnesty International

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    Bei der Anwendung der Todesstrafe waren China, der Iran, Saudi-Arabien und die USA im vorigen Jahr Spitzenreiter weltweit. Die meisten Hinrichtungen wurden in China vollstreckt, wie aus einem aktuellen Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hervorgeht.

    „Im Jahr 2014 wurden mindestens 607 Menschen in 22 Ländern hingerichtet. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat sich die Zahl der  Exekutionen um nahezu 22 Prozent verringert. Damals (2013) hatte Amnesty International mindestens 778 Hinrichtungen in 22 Ländern registriert“, so der Bericht.

    Laut AI ist die Zahl der Länder, in denen Todesstrafen verhängt werden, von 41 im Jahr 1995 auf 22 in den Jahren 2013 und 2014 zurückgegangen. In 140 Ländern ist die Todesstrafe verboten beziehungsweise werden keine Todesurteile mehr verhängt. Im vorigen Jahr wurden die Todesstrafen für 112 Personen in 28 Ländern auf dem Wege der Begnadigung erlassen beziehungsweise durch andere Strafen ersetzt.

    Die Verfasser des Berichts verweisen zugleich auf einen drastischen Anstieg der Zahl der Hinrichtungen (rund 28 Prozent) in Nigeria und Ägypten.

    Wie AI-Generalsekretär Salil Shetty bei der Vorstellung des Berichts zu Journalisten sagte, „begehen die Regierungen, die die Todesstrafe zur Bekämpfung von Verbrechen anwenden, einen Irrtum. Es liegen keine Beweise dafür vor, dass die Angst vor einer Hinrichtung effektiver von einem Verbrechen abhalten kann, als die Angst vor einer anderen Art von Bestrafung.“

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    Tags:
    Todesstrafe, Amnesty International, Salil Shetty, USA, China, Ägypten, Nigeria, Iran, Saudi-Arabien
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