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    Die neue Hinrichtungsmethode in Oklahoma

    Oklahoma will Verurteilte mit Stickstoff töten

    © AP Photo / Sue Ogrocki
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    Eine neue Hinrichtungsmethode könnte künftig im US-Bundesstaat Oklahoma gegen Verurteilte eingesetzt werden. Es handelt sich um Tod durch Stickstoff. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Donnerstag vom Parlament des US-Staates verabschiedet und an Gouverneurin Mary Fallin zur Unterschrift übergeben.

    Anhänger der neuen Methode behaupten, das sei eine humane und schmerzfreie Methode zur Vollstreckung der Todesstrafe, die auch ohne medizinische Expertise angewendet werden könne. Gegner stellen diese Behauptung jedoch in Frage, weil Stickstoff-Hinrichtungen noch nicht ausprobiert worden seien.

    Derzeit sind in Oklahoma alle Hinrichtungen ausgesetzt, nachdem ein Todeskandidat im vergangenen Jahr bei der Hinrichtung durch eine letale Injektion knapp 45 Minuten lang mit dem Tod gekämpft hatte.

    Die neue Hinrichtungsmethode könnte erst dann angewendet werden, falls das US-Oberste Gericht entscheiden sollte, dass die herkömmliche Giftmischung verfassungswidrig ist oder wenn die Zutaten nicht mehr zu erhalten sind.

    Die USA sollen inzwischen das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent geblieben sein, das Hinrichtungen durchführt. Laut einem Amnesty International-Bericht zur Todesstrafe wurden im Jahr 2014 insgesamt 35 Gefangene in sieben US-Bundesstaaten exekutiert.

    Vier Staaten − Texas, Missouri, Florida und Oklahoma – seien für 89% aller Hinrichtungen verantwortlich gewesen. 65% der Exekutionen entfielen auf Südstaaten. Der US-Bundesstaat Washington erließ am 11. Februar 2014 ein offizielles Moratorium gegen die Vollstreckung der Todesstrafe.

    Tags:
    Amnesty International, Mary Fallin, USA, Oklahoma
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